Land star­tet „NRW Überbrückungshilfe Plus“ – Solo-​Selbstständigen, Freiberuflern und Klein-Unternehmen

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit: Um durch die Pandemie stark betrof­fene kleine und mitt­lere Unternehmen wei­ter zu unter­stüt­zen, star­ten Bund und Land Nordrhein-​Westfalen die Überbrückungshilfe.

Antragsberechtigt sind Unternehmerinnen und Unternehmer, deren Umsätze in den Monaten April und Mai 2020 min­des­tens 60 Prozent unter Vorjahr lagen. Sie erhal­ten für die Monate Juni bis August ver­lo­rene Zuschüsse, mit denen sie Umsatzausfälle aus­glei­chen und betrieb­li­che Fixkosten decken können.

Das Land ergänzt die Hilfen des Bundes um ein Zusatzprogramm für den Unternehmerlohn: Mit der „NRW Überbrückungshilfe Plus“ erhal­ten Solo-​Selbstständige und Freiberufler eine ein­ma­lige Zahlung in Höhe von 1.000 Euro pro Monat für maxi­mal drei Monate. Die Landesregierung rech­net mit 100.000 Antragstellern für das Zusatzprogramm und stellt hier­für 300 Millionen Euro bereit.
 
Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Es ist gut, dass die Überbrückungshilfe von Bund und Land jetzt star­tet. Die Landesregierung will mehr für die kri­sen­ge­schüt­tel­ten Solo-​Selbstständigen, Freiberufler und Kleinunternehmer in Nordrhein-​Westfalen tun, als es im Bundesprogramm vor­ge­se­hen ist. Deshalb ergän­zen wir die Hilfe durch ein eige­nes Zusatzprogramm aus Landesmitteln, damit die Betriebe gut durch die kom­men­den Monate kom­men. Die Beantragung ist ein­fach, unbü­ro­kra­tisch und rein digi­tal, damit die Hilfe schnell ankommt.“

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe und das Zusatzprogramm „NRW Überbrückungshilfe Plus“ erfolgt über einen vom Antragsteller beauf­trag­ten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder ver­ei­dig­ten Buchprüfer. Die Bundesregierung stellt hier­für ein bun­des­ein­heit­li­ches Antragsportal zur Verfügung. Dort kön­nen sich die Berater regis­trie­ren und vom 10. Juli 2020 an Anträge stel­len. Informationen zu den Programmen fin­den Sie unter: www​.wirt​schaft​.nrw/​u​e​b​e​r​b​r​u​e​c​k​u​n​g​s​h​i​lfe.
 
In der Krise span­nen Land und Bund ein brei­tes Netz an Liquiditätshilfen auf:
 
Bürgschaften bis 2,5 Millionen Euro: Die Bürgschaftsbank NRW kann bis zu 90 Prozent eines Bankkredits ver­bür­gen. Mit Hilfe der ExpressBürgschaft kön­nen Unternehmen inner­halb von 72 Stunden Zusagen bis 250.000 Euro erhal­ten. Seit Juni gibt es außer­dem die SchnellBürgschaft 100, die Unternehmen bis zu zehn Mitarbeitern für Kredite bis 250.000 Euro eine Besicherung von 100 Prozent ermög­licht. Seit Jahresbeginn hat die Bürgschaftsbank rund 400 Bürgschafts- und Garantieanträge posi­tiv beschie­den, die 5.000 Arbeitsplätze sichern.
 
Bürgschaften ab 2,5 Millionen Euro: Größere mit­tel­stän­di­sche Unternehmen kön­nen Anträge auf eine Landesbürgschaft stel­len. Corona-​bedingte Betriebsmittelkredite kön­nen mit bis zu 90 Prozent ver­bürgt wer­den. Seit Ausbruch der Corona-​Pandemie gab das Land Zusagen über 28 Landesbürgschaften im Volumen von rund 470 Millionen Euro.
 
Kurzarbeitergeld: Kein ande­res staat­li­ches Unterstützungsinstrument ist sich in der Krise so wich­tig: Auch nach Ende des Lockdown befin­den sich wei­ter Hunderttausende in Kurzarbeit. So kön­nen die Unternehmen, wenn sich die Lage wie­der bes­sert – erste Anzeichen sind erkenn­bar –, auf bewährte Arbeitskräfte zurückgreifen.
 
Existenzgründer-​Hilfen der NRW​.BANK, Start-​up Akut: Die Corona-​Krise ist gerade für junge Unternehmen eine immense Herausforderung. Ihnen hilft das neue Förderprogramm NRW.Start-up akut: Wandeldarlehen in Höhe von bis zu 200.000 Euro stär­ken das Eigenkapital.
 
KfW-​Corona-​Hilfe: NRW-​Unternehmen haben bis­her mehr als 17.000 KfW-​Kredite aus dem Corona-​Programm erhal­ten. Sie sind mit einer Haftungsfreistellung von bis zu 100 Prozent ver­se­hen, damit Banken den Unternehmen schnell Liquidität zur Verfügung stel­len können.

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