Neuss: Falsche Microsoft-​Mitarbeiter besteh­len Seniorin

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Am Freitag (27.06.), zwi­schen 12 und 13 Uhr, erhielt eine 75-​jährige Neusserin meh­rere Anrufe von ver­meint­li­chen Microsoft-​Mitarbeitern, die sie davon über­zeug­ten, dass es ein Problem mit ihrem Computer gebe. 

Im Glauben, es mit ech­ten Mitarbeitern zu tun zu haben, gewährte sie den Unbekannten Zugriff auf ihren PC. Am fol­gen­den Montag (29.06.), erhielt die Seniorin gegen 16 Uhr erneut einen Anruf, dies­mal von ihrer Bank. Die in die­sem Fall ech­ten Mitarbeiter der Bank teil­ten ihr mit, dass es eine Reihe von Überweisungen von ihrem Konto auf unter­schied­li­che Konten im Ausland gege­ben hatte und man einen Betrug ver­mute. Insgesamt war bereits ein vier­stel­li­ger Betrag über­wie­sen wor­den. Weitere Zahlungen hatte man jedoch verhindert.

Die Betrüger, die sich als Microsoft-​Mitarbeiter aus­ge­ge­ben hat­ten, hat­ten die Gutgläubigkeit der lebens­äl­te­ren Frau aus­ge­nutzt und sich neben dem Zugriff auf den PC auch TAN-​Nummern geben las­sen. Das Kriminalkommissariat 12 hat nun die Ermittlungen auf­ge­nom­men. Anrufe von Betrügern, die angeb­lich bei Microsoft arbei­ten und sich aktiv wegen eines angeb­li­chen Computer-​Problems mel­den, kom­men lei­der immer wie­der vor. Die Bandbreite der erfun­de­nen Geschichten ist hier­bei groß, dar­un­ter angeb­li­che Hacker-​Angriffe oder Virenbefall.

Anhand sol­cher Behauptungen ver­su­chen die Täter, dann bei­spiels­weise ihre poten­ti­el­len Opfer von einer Installation einer „Fernwartungssoftware” (soge­nann­ter TeamViewer) zu über­zeu­gen, um vol­len Zugriff auf den PC zu erlan­gen. Auch der Zugang zu den Online-​Konten – wie in die­sem Fall – ist oft das Ziel der Betrüger.

Wer einen sol­chen Anruf erhält, sollte auf kei­nen Fall auf die Forderungen ein­ge­hen. Beenden sie sofort das Gespräch. Trennen sie umge­hend die Internetverbindung, wenn ein Zugriff denk­bar ist. Nehmen sie auf kei­nen Fall irgend­wel­che Zahlungen vor und geben sie am Telefon keine Bank- oder Kreditkartendaten weiter.

Sie soll­ten wis­sen: Microsoft führt unter kei­nen Umständen unauf­ge­for­derte Telefonanrufe durch, in denen das Unternehmen anbie­tet, ein schad­haf­tes Gerät zu repa­rie­ren. Selbst auf offi­zi­elle Support-​Anfragen erfol­gen Hilfestellungen fast aus­schließ­lich per E‑Mail. Microsoft schickt unauf­ge­for­dert weder E‑Mails, noch for­dert das Unternehmen per Telefonanruf per­sön­li­che oder finan­zi­elle Daten an. Microsoft fragt auch nie­mals aktiv nach Kreditkarteninformationen, um die Echtheit von Office oder Windows zu veri­fi­zie­ren. Ein Kontakt zum Microsoft-​Support erfolgt aus­schließ­lich auf Initiative der Nutzer, nie­mals umgekehrt.

(86 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)