Kaarst – Rat macht Weg für Gesamtschul-​Neubau frei – Bürgermeisterin wider­spricht Kritik

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Der Stadtrat hat durch seine Entscheidung zur Vergabe der Generalunternehmer-​Leistung den Weg zum Neubau der Gesamtschule Büttgen end­gül­tig frei gemacht. 

Einstimmig votierte der Rat für die Beschlussvorlage der Verwaltung. Zuvor hatte eine Fach-​Jury nach einem klar defi­nier­ten Bewertungskatalog den bes­ten Bieter der EU-​weiten Ausschreibung aus­ge­wählt. Das nun zu beauf­tra­gende Unternehmen über­nimmt mit Ausnahme der Inneneinrichtung sämt­li­che Gewerke. Die Kosten für den Gebäudekomplex belau­fen sich auf rund 42 Millionen Euro.

In den kom­men­den Monaten soll der Bauantrag fol­gen, spä­tes­tens in einem Jahr begin­nen die Bauarbeiten. Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus sieht mit der Entscheidung den nächs­ten Meilenstein im größ­ten Neubauvorhaben der Stadtgeschichte erreicht:

Die Stadt, ver­tre­ten durch das Schulamt und die Gebäudewirtschaft, haben hier gemein­sam mit der Politik und der Schulleitung kon­struk­tiv zusam­men­ge­ar­bei­tet und wer­den dies auch wei­ter­hin tun. Das Vergabeverfahren war von gro­ßer Sorgfalt und inten­si­ver Abwägung geprägt. Ich bin über­zeugt, dass wir die rich­tige Wahl getrof­fen haben. Für den Schulstandort Kaarst und den Ortsteil Büttgen war dies ein guter Tag“, sagte Nienhaus im Anschluss an die Ratssitzung.

Schuldezernent Dr. Sebastian Semmler freut sich über die Entscheidung: „Die Stadt inves­tiert an vie­len Stellen in die Ausstattung und die Gebäude unse­rer Schulen. Neben dem Neubau der Stakerseite ist die Gesamtschule sicher­lich das Leuchtturm-​Projekt. Das Ergebnis wird uns ins­ge­samt wei­ter nach vorne bringen.“

Während der Sitzung war Bürgermeisterin Nienhaus auf die öffent­li­che Kritik eini­ger Anwohner am neuen Standort der Schule ein­ge­gan­gen. „Die Art und Weise die­ser Kritik war unangemessen.

Ich bin für die Klarstellung und die deut­li­che Positionierung der CDU Fraktion zum Standort der Gesamtschule dank­bar. Auch dafür, dass sie sich von den Aussagen ihrer Ratskandidatin distan­ziert hat.

Die Gesamtschule ist eine über die Grenzen der Stadt aner­kannte und gute Schule. Zudem wur­den die Anwohner inten­siv in den zurück­lie­gen­den Jahren bei den Neuplanungen ein­ge­bun­den, ihre Interessen sind unmit­tel­bar in bereits getrof­fene Entscheidungen eingeflossen.

Der neue Standort ist mit Bedacht gewählt, das Verkehrskonzept ist schlüs­sig und die Entscheidung für den Schul-​Neubau wird von einer brei­ten Mehrheit im Rat und in der Stadt getra­gen. Ich werde nicht zulas­sen, dass Einzelinteressen den Ruf einer Schule und das Ansehen der dor­ti­gen Schüler dis­kre­di­tie­ren“, sagte Nienhaus.

(198 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)