Dormagen – Technischen Betriebe tes­ten Fallen für den gefähr­li­chen Eichenprozessionsspinner

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Der Eichenprozessionsspinner ist auch in Dormagen aktiv. Seit Wochen bekämp­fen die Technischen Betriebe fast täg­lich neue Nester auf Eichen, die auf städ­ti­schen Flächen stehen.

Besonders betrof­fen sind Hackenbroich, Straberg, Zons und St. Peter, aber auch andere Stadtteile. Die Nester des Eichenprozessionsspinners wer­den von einer Spezialfirma abge­saugt, die im Ganzkörpervollschutz und mit Atemmaske auf Hubsteigern im Einsatz ist.

Darüber hin­aus wird der­zeit eine neue Art der Bekämpfung getes­tet: die Eichenprozessionsspinner-​Falle. Sie besteht aus einem Ring mit Manschette, der um die befal­le­nen Bäume gehängt wird. An dem Ring hängt ein schwar­zer Beutel mit einem Lockstoff. Die Raupen wer­den von dem Geruch ange­zo­gen, fal­len durch ein Loch in den Beutel und ver­en­den in der Falle.

Zudem wer­den die gefähr­li­chen Brennhaare der Raupe laut des Erfinders durch die Sonneneinstrahlung unschäd­lich gemacht. Der Beutel kann sich auf bis zu 70 Grad erhit­zen, die Eiweißverbindungen zer­set­zen sich laut des Herstellers bereits ab 55 Grad und es geht keine Gefahr mehr von der Raupe aus.

Wir haben die Fallen nun test­weise an aus­ge­wähl­ten Stellen wie an den Eichen im Eingangsbereich des Friedhofs Zons und rund um das Schulzentrum Hackenbroich ange­bracht“, erläu­tert Jens Wolf von den Technischen Betrieben. „Laut Hersteller sol­len die Fallen zwei bis drei Jahre an den Bäumen hän­gen blei­ben kön­nen.“ Der Hinweis auf die Fallen kam vom Krankenhaus Hackenbroich, dass bereits seit Wochen so die Eichenprozessionsspinner bekämpft.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling, des­sen Raupen sich in Nestern an Baumstämmen, vor­zugs­weise Eichen, ansie­deln. Die fei­nen Brennhaare der Raupe stel­len eine akute Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier dar. Die Brennhaare der Raupe bre­chen sehr leicht und kön­nen bei ent­spre­chen­der Witterung über weite Strecken ver­weht wer­den. Auch alte, bereits ver­las­sene Nester stel­len eine anhal­tende Gefahrenquelle dar.

Wer eine Raupe oder ein sol­ches Nest fin­det, sollte dies auf kei­nen Fall anfas­sen und genü­gend Abstand hal­ten, rät der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Bei Kontakt sollte der gesamte Körper sofort abge­duscht und die Kleidung gewech­selt und gerei­nigt wer­den. Wenn all­er­gi­sche Symptome auf­tre­ten, muss ein Arzt auf­ge­sucht werden.

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