Dormagen: Angeblich mehr als 100.000 Euro gewon­nen – Betrugsversuch schei­tert – Polizei ermit­telt gegen Duo

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen (ots) Ein unbe­kann­ter Täter mel­dete sich am Montag (15.06.) tele­fo­nisch bei einer über 80-​jährigen Frau in Dormagen.

Der Anrufer teilte der Seniorin mit, dass sie an einem Gewinnspiel teil­ge­nom­men habe und gra­tu­lierte der Dormagenerin zum Gewinn von weit mehr als 100.000 Euro. Im glei­chen Atemzug erklärte er sei­nem Gegenüber, dass eine vier­stel­lige Gebühr fäl­lig würde, die zuvor gezahlt wer­den müsse und noch am glei­chen Tag abge­holt würde. In die­sem Moment schöpfte die Seniorin Verdacht, ließ sich auf einen Übergabetermin nicht ein und infor­mierte rich­ti­ger­weise die Polizei.

Doch damit war die Angelegenheit für die ver­meint­li­chen Betrüger anschei­nend nicht erle­digt. Tatsächlich erschien am glei­chen Abend (15.06.) ein bis dato unbe­kann­ter Mann bei der über­rasch­ten Frau, um das gefor­derte Geld in Empfang zu neh­men. Dabei hatte er jedoch nicht mit der Anwesenheit einer nahen Verwandten gerech­net, die unver­züg­lich die Polizei alar­mierte. Diese stellte wenige Minuten spä­ter den 31-​jährigen Tatverdächtigen samt einer mut­maß­li­chen 27-​jährigen Komplizin.

Das Duo aus Baden-​Württemberg wurde vor­läu­fig fest­ge­nom­men. Die Spezialisten des Kriminalkommissariats 12 in Neuss haben die wei­te­ren Ermittlungen wegen ver­such­ten Betruges aufgenommen.

Die Masche ist bereits mehr­fach auf­ge­fal­len und die Betrüger glück­li­cher­weise meist geschei­tert. Die Polizei warnt auf­grund des aktu­el­len Sachverhaltes erneut: Überweisen Sie kein Geld an unbe­kannte Personen. Lassen Sie sich nicht nach tele­fo­ni­scher Absprache auf Geldübergaben an Boten ein. Seien Sie kri­tisch bei Gewinnversprechen am Telefon oder mit­tels Postwurfsendung. Seriöse Unternehmen ver­lan­gen keine Gebühren auf mög­li­che Gewinne. Verständigen Sie im kon­kre­ten Verdachtsfall Ihre ört­li­che Polizei.

Der Aufruf der Polizei geht auch an die Verkäufer von Zahlungsgutscheinen: Stellen Sie unge­wöhn­lich hohe Käufe fest, spre­chen Sie mit den oft lebens­äl­te­ren Kunden über diese Betrugsmasche.

(55 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)