Rhein-​Kreis Neuss – Neuss: Digitales Lernen am Berufsbildungszentrum Weingartstraße

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss, Neuss – Nicht zuletzt die Corona-​Pandemie hat deut­lich gemacht, wie wich­tig es ist, Unterrichtsinhalte digi­tal zu vermitteln.

In einer Unterrichtsstunde zeig­ten im Berufsbildungszentrum (BBZ) Weingartstraße jetzt Lehrkräfte zusam­men mit Schülerinnen und Schüler, wie dies in der Praxis funk­tio­niert. Die Lehrer Christopher Drews und Elke Klehm berich­te­ten: „Wir haben in den letz­ten Monaten über Online-​Plattformen und per E‑Mail mit unse­ren Schülern kom­mu­ni­ziert. Dabei kam uns zu Gute, dass der Kreis zuvor bereits alle Lehrkräfte mit Laptops bzw. Tablets aus­ge­stat­tet hatte.“

Mit einer bereits vor Jahren ein­ge­führ­ten Software konn­ten die Lehrkräfte die Schüler über Teams errei­chen und die Unterrichtsinhalte in den ver­gan­ge­nen Monaten größ­ten­teils auf digi­ta­lem Weg vermitteln.

Kreisschuldezernent Tillmann Lonnes und Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke mach­ten beim Besuch im Berufskolleg an der Weingartstraße deut­lich, dass der Rhein-​Kreis Neuss die Digitalisierung an sei­nen Schulen vor­an­treibt. „Wir inves­tie­ren allein in die­sem Jahr 10,6 Millionen Euro in Infrastruktur- und Digitalisierungsmaßnahmen für unsere vier Berufsbildungszentren und acht Förderschulen“, sagte Petrauschke. „Corona hat gezeigt, wie wich­tig es ist, dass wir digi­tal gut auf­ge­stellt sind.“

Neben eige­nen Haushaltsmitteln nutzt der Kreis die Fördermittel des Bundes für die Breitbandanbindung sowie die Förderprogramme „Gute Schule 2020“ und des Digitalpaktes. Dabei ste­hen der Ausbau und die Verbesserung digi­ta­ler Infrastrukturen der Schulen im Mittelpunkt. Beispiele sind die digi­tale Vernetzung und die Verkabelung von Schulgebäuden oder die Einrichtung von WLAN. Im Gespräch mit Landrat und Dezernent beton­ten die Schüler der Schnellläuferklasse, die die zwei­jäh­rige Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau absol­vie­ren, wie wich­tig ein schnel­les Netzwerk ist.

Wenn das Internet aus­fällt, kön­nen wir nicht wie geplant arbei­ten“, stell­ten sie fest. Nach den Sommerferien soll das Neusser BBZ an das Breitbandnetz der Telekom ange­schlos­sen wer­den, so dass die Schüler vor­aus­sicht­lich spä­tes­tens im September 2020 mit schnel­lem Internet arbei­ten kön­nen. Für die­sen und wei­tere Schulstandorte ver­sucht der Rhein-​Kreis-​Neuss, den Ausbau, soweit es mög­lich ist, noch zu beschleu­ni­gen, berich­tet Marina Tressel, die Breitbandkoordinatorin des Kreises.

Kreisdezernent Tillmann Lonnes hat auch im Blick, dass nicht alle Schüler geeig­nete Hard- und Software für das Online-​Lernen haben. „In der Regel nut­zen die Schüler ihre eige­nen Endgeräte im Unterricht“, erläu­terte er. „Bedürftige Schüler wer­den vom Schulträger mit mobi­len Endgeräten aus­ge­stat­tet.“ Dazu habe die große Koalition in Berlin ein Förderprogramm aufgelegt.

Dieter Bullmann, Schulleiter des BBZ Weingartstraße, weiß, dass eine gute Fortbildung der Lehrer der Schlüssel zum Erfolg ist. Lehrer Christopher Drews ist Teil des Netzwerkteams, das die Lehrkräfte in den ver­gan­ge­nen Wochen geschult hat. „Wir haben alle Kolleginnen und Kollegen in Webinaren auf einen Stand gebracht“, berich­tete Drews. „Dadurch, dass wir die Endgeräte für die Lehrkräfte bereits vor Ort hat­ten, konn­ten wir trotz Corona unse­ren Unterricht in digi­ta­ler Form anbieten.“

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