Gemeinschaftsaktion aller Jugendfeuerwehrmitglieder im Rhein-​Kreis Neuss

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Rhein-Kreis Neuss – Dass die Covid-19-Situation auch nicht spurlos an den Jugendverbänden vorbei geht und gegangen ist, dürfte hinlänglich bekannt sein.

Per Erlass war jegliche jugendpflegerische Aktivität lange Zeit untersagt und die ersten zaghaften Anläufe, wieder halbwegs in geregelte Gruppenaktivitäten zurück zu finden, erweisen sich als aufwändig und schwierig. Zu viel ist zu beachten und zu reglementieren.
Dies hat auch die Jugendfeuerwehren im Rhein- Kreis Neuss erwischt. Von jetzt auf gleich waren alle Übungs- und Ausbildungsdienste abzusagen.

„Wie halten wir jetzt Kontakt zu unseren Jugendlichen, wo doch genau dieser, wohlgemerkt äußerst verständlich, gerade strikt verboten wurde ? “
Diese Frage ereilte uns von vielen Jugendwarten der Feuerwehren im Rhein- Kreis.

Online- Unterricht war die zunächst erste und naheliegende Lösung. Sicherlich eine wichtige und richtige Vorgehensweise. Allerdings waren die Jugendfeuerwehren nicht die einzigen, die diesen Weg einschlugen, um die Jugendlichen zu erreichen, was schnell zu einer Überfrachtung dieses Kommunikationskanals führte.

Außerdem besteht Jugendfeuerwehr ja auch nicht nur aus Unterricht. Bei einer außerordentlichen Jugendwartesitzung, selbstverständlich online und dadurch mit viel Abstand, konnten wir die einzelnen Ideen zur Umsetzung sammeln und austauschen. Vom „normalen“ Präsentationsunterricht per Webportal bis hin zum Quiz, zugestellt per klassischer Post, waren viele gute Ideen dabei. Hier konnten wir einen regen Austausch unterstützen.

Allerdings haben wir uns auch Gedanken darüber gemacht, wie man den Jugendlichen denn etwas sprichwörtlich „in die Hand“ geben kann, damit für sie ein Stück Jugendfeuerwehr wirklich „greifbar“ ist. Weiterhin suchten wir eine Art Ersatz für das ausfallende Pfingstzeltlager, welches dieses Jahr stattfinden sollte. Geplant war, mit allen Jugendfeuerwehrmitgliedern des Rhein- Kreis Neuss über Pfingsten ins Zeltlager zu fahren. Das findet nur alle zwei Jahre statt.

Welf Fehmer von der Jugendfeuerwehr Neuss und Jochen Hotstegs von der Jugendfeuerwehr Kaarst hatten die Idee, jedem Jugendfeuerwehrmitglied des Kreises ein Stück Feuerwehrschlauch persönlich nach Hause zu bringen. Dieses Stück Schlauch sollten die Jugendlichen in irgendeiner Form zum Thema „Covid- 19 und Jugendfeuerwehr“ kreativ gestalten. Im Anschluss würden die Schlauchstücke wieder eingesammelt und in einer Collage zusammengefügt werden.

Dieses Vorhaben konnten wir innerhalb von zwei Wochen, pünktlich zu Pfingsten, durchführen. Es ist bemerkenswert, wie viel Phantasie und Liebe zum Details unsere Jugendlichen in Ihre Werke gesteckt haben, spiegeln sie doch den Wunsch zum Treffen mit ihren Gleichgesinnten und die Enttäuschung über das ausgefallene Zeltlager wider.

Auch die Rückmeldungen unserer Jugendlichen und deren Eltern zu dieser Aktion waren überragend. Dies hat uns gezeigt, dass damit der ursprüngliche  Zweck erfüllt wurde. Als Ort der Collage wurde uns freundlicherweise die Raketenstation, genehmigt durch die Stiftung Insel Hombroich, zur Verfügung gestellt, quasi als geografischer Mittelpunkt des Rhein-Kreis Neuss.

Durch die beiden Ideengeber geleitet, wurden die Schlauchstücke symbolisch wie ein Corona- Virus zusammengelegt und durch Julian Jungheim von der Jugendfeuerwehr Jüchen mittels Drohne aus verschiedenen Perspektiven gefilmt und fotografiert.

Im Nachgang erhalten die Jugendlichen ihre Schlauchstücke wieder zurück. Vielleicht findet sich in der ein oder anderen Stadt noch mal eine Möglichkeit zur Ausstellung.

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