Meerbusch: Viertklässler üben das Radfahren – auch in Zeiten von „Corona”

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch (ots) Seit Mitte Mai dür­fen unter Berücksichtigung der der­zei­ti­gen Hygienevorschriften Grundschüler der vier­ten Klasse in einem rol­lie­ren­den System wie­der zur Schule kommen. 

Diese Vorgaben unter­sa­gen unter ande­rem Veranstaltungen, die außer­halb des Schulgeländes statt­fin­den. Das betrifft auch die Fahrradausbildung, die die Kinder nor­ma­ler­weise im vier­ten Schuljahr absol­vie­ren. Die St. Mauritius-​Schule und die Adam-​Riese Schule in Meerbusch-​Büderich woll­ten „ihre” Kinder aber nicht ganz ohne sie auf dem Fahrrad gese­hen zu haben an die wei­ter­füh­ren­den Schulen abge­ben. Also frag­ten die bei­den Schulen bei der Polizei des Rhein-​Kreises Neuss an, ob man nicht trotz Corona mit den Kindern üben könne.

Die Dienststelle Verkehrsunfallprävention ist im Rhein-​Kreis Neuss mit ihren Verkehrssicherheitsberaterinnen und ‑bera­tern für die Betreuung der Schulen im Rahmen der Radfahrausbildung zustän­dig und unter­stützt sie hier­bei. Kurzerhand wurde ein Konzept der „ver­ein­fach­ten Radfahrausbildung” ent­wi­ckelt, den Schulen vor­ge­stellt und nun umgesetzt.

Polizeihauptkommissar (PHK) Ralf Kamphausen erklärt es: „Bevor es auf dem Schulhof in die Praxisübungen ging, wur­den die Kinder im Sachunterricht durch Homeschooling auf die regu­läre „theo­re­ti­sche Prüfung” der Radfahrausbildung vor­be­rei­tet, die sie im Anschluss par­al­lel zur Praxis able­gen wer­den. Für die prak­ti­schen Übungen kom­men die Schülerinnen und Schüler ent­spre­chend ihrer hal­bier­ten Lerngruppen für jeweils zwei Unterrichtsstunden mit ihren Fahrrädern auf den Schulhof. Zuerst über­prü­fen wir gemein­sam die Verkehrssicherheit der Fahrräder. Dann geht es gleich in die Praxis: Fahren... Fahren... Fahren. Die Kinder durch­lau­fen auf dem Schulhof ver­schie­dene Motorikübungen. Es geht durch die Slalomstrecke, über die Wippe, über die Schlauchbrücke und zum krö­nen­den Abschluss gibt es das Schneckenrennen. Natürlich alles unter stren­ger Einhaltung der Hygieneregeln.”

Die Lehrerin oder der Lehrer ist immer dabei und bekommt so einen per­sön­li­chen Eindruck, wie moto­risch sicher die Kinder auf dem Fahrrad sind. Bei einem zwei­ten Training fah­ren die Kinder einen kom­plet­ten Motorik-​Parcours ab und wer­den dabei von ihrer Lehrkraft bewertet.

Kann die­ses Training die Radfahrausbildung im Straßenverkehr erset­zen? Dazu Ralf Kamphausen: „Nein, auf gar kei­nen Fall. Die Kinder befin­den sich auf ihrem Schulhof, also in einem „Schonraum”, wie wir es nen­nen wür­den. Dort toben und spie­len sie in den Pausen. Wir appel­lie­ren an die Eltern, mit ihren Kindern in den Sommerferien das Radfahrverhalten im Straßenverkehr zu üben. Dafür haben wir umfang­rei­ches Informationsmaterial im Internet eingestellt.”

Dieses fin­det man hier: https://​rhein​-kreis​-neuss​.poli​zei​.nrw/​a​r​t​i​k​e​l​/​r​a​d​f​a​h​r​a​u​s​b​i​l​d​u​n​g​-​i​m​-​r​h​e​i​n​-​k​r​e​i​s​-​n​e​uss

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