Dormagen – Rußrindenkrankheit hat wei­tere Bäume am Holzweg befallen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Im Bereich der städ­ti­schen Waldflächen am Holzweg und an der Mathias-​Giesen-​Straße sind wei­tere Bäume der Rußrindenkrankheit zum Opfer gefallen. 

Sie müs­sen aus Sicherheitsgründen gefällt wer­den. Dabei han­delt es sich vor allem um Bergahorne. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr muss­ten an glei­cher Stelle zahl­rei­che Bäume ent­fernt werden.

Seit 2017 ist die Rußrindenkrankheit im Stadtgebiet von Dormagen zu einem Problem gewor­den. Insbesondere die Trockenheit der ver­gan­ge­nen bei­den Jahre gilt als aus­lö­sen­der Faktor für das ver­mehrte Auftreten der Erkrankung. Nachdem im Sommer 2019 bereits zahl­rei­che Ahornbäume gefällt wer­den muss­ten, sind in die­sem Jahr bereits wei­tere Fällungen erfolgt, wie etwa im Zerenger Büschchen in Delrath.

Wenn ein Baum an der Rußrindenkrankheit lei­det, tre­ten zunächst Welke- und Absterbeerscheinungen in der Baumkrone auf. Zudem kön­nen schwarze Flecken im unte­ren Bereich des Stammes sicht­bar wer­den. Im fort­ge­schrit­te­nen Stadium blät­tert oft­mals die Rinde an der Stammbasis ab. Dabei wird auf dem Holz ein schwar­zer, ruß­ar­ti­ger Belag sicht­bar auf dem sich die Pilzsporen befin­den. Die Sporen kön­nen bei inten­si­vem Kontakt oder bei Personen mit bestimm­ten Vorschädigungen zu gesund­heit­li­chen Beeinträchtigungen füh­ren. Zudem wer­den die Bäume, teils inner­halb von weni­gen Wochen, morsch und bre­chen in sich zusam­men oder stür­zen gänz­lich um. Aus Gründen der Verkehrssicherung müs­sen diese Bäume daher sofort gefällt werden.

Die Arbeiten am Holzweg begin­nen daher vor­aus­sicht­lich am 15. Juni. Für die Dauer der Maßnahme muss der Bereich vom Friedhof bis zur Franz-​Gerstner Straße für den Fußgänger- und Radverkehr gesperrt wer­den. Eine Umleitung ent­lang der par­al­lel ver­lau­fen­den Kreisstraße 18 wird ausgeschildert. 

Die Hitze und Trockenheit der letz­ten bei­den Sommer macht dem Stadtwald Dormagen wei­ter schwer zu schaf­fen. Die Spätfolgen die­ser Dürresommer wer­den teil­weise erst jetzt sicht­bar. Auch 2020 ist bereits der Frühsommer durch Trockenheit geprägt. So sind viele Bäume geschwächt und somit für Pilze oder Schadinsekten leich­ter angreifbar.

Im Frühjahr die­ses Jahres sind bereits 300 Bäume und Sträucher ent­lang des Holzweges in die bis­her ent­stan­de­nen Baumlücken nach­ge­pflanzt wor­den. Weitere Nach- und Ersatzpflanzungen sind im Herbst geplant. 

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