Jüchen – Eichenprozessionsspinner wie­der aktiv

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Die Stadt Jüchen infor­miert vor­sorg­lich dar­über, dass die Raupen des Eichenprozessionsspinners der­zeit wie­der an ein­zel­nen Bäumen auf­ge­tre­ten sind. 

Es wird davor gewarnt, sich län­gere Zeit im Bereich von Eichen auf­zu­hal­ten, die vom Eichenprozessionsspinner befal­len sind. Der Kontakt mit den mikro­sko­pisch klei­nen Gifthaaren der Raupe kann bei Menschen zu star­ken Reizungen und all­er­gi­schen Reaktionen von Haut und Atemwegen füh­ren und sollte daher unbe­dingt ver­mie­den werden.

Zu den Begleiterscheinungen zäh­len Schwindelgefühl, Fieber und Müdigkeit. Abstandhalten zu den Raupen ist des­halb der beste Selbstschutz. Allerdings kön­nen die Gifthaare bei star­kem Wind ver­weht werden.

Die in Gruppen auf­tre­ten­den Raupen befin­den sich oft an besonn­ten, frei­ste­hen­den Stiel- und Traubeneichen. Der Befall ist durch die Bildung von Gespinsten in der Krone, am Stamm und in Astgabeln der Bäume leicht zu erken­nen. Auch die Anordnung der Tiere wäh­rend ihrer Prozession von den Gespinsten zu den Fraßstellen in der Baumkrone fällt sofort ins Auge.

Eine flä­chen­de­ckende Bekämpfung ist nicht erfor­der­lich und auch nicht mög­lich. Allerdings kann eine Bekämpfung in Bereichen, in denen mit einem hohen Aufkommen von Fußgängern und Radverkehr zu rech­nen ist, sowie auf Spielplätzen, an Schulen und Kindergärten not­wen­dig wer­den. Wenn sol­che sen­si­blen Bereiche mit star­kem Befall bekannt wer­den, lässt die Stadt dort vor­ran­gig die Raupen samt ihren Nestern durch Fachfirmen besei­ti­gen. Befallene Eichen wer­den bis dahin mit einem Warnhinweis ver­se­hen. In Einzelfällen kann jedoch auch eine groß­flä­chige Sperrung bestimm­ter Bereiche zur Gefahrenabwehr ange­ord­net werden.

Laien ver­wech­seln den Eichenprozessionsspinner häu­fig mit der Gespinstmotte, die Gehölze wie Schlehe, Traubenkirsche und Pfaffenhütchen völ­lig kahl frisst und sie kom­plett mit Netzen ein­spinnt. Diese Raupe ist jedoch für den Menschen völ­lig unge­fähr­lich. Zu den siche­ren Unterscheidungsmerkmalen zählt, dass die Gespinstmotte nicht an Eichen auftritt.

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