Neuss – DRK-​Wasserwacht warnt vor Baden in unbe­wach­ten Gewässern

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Der Sommer ist da, die Temperaturen stei­gen und die Corona-​Pandemie hat vie­len Urlaubern einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Beim Urlaub in Deutschland locken auch die hei­mi­schen Gewässer für eine Erfrischung, und damit eben auch der Rhein und Baggerseen. Die Rheinufer sind schon jetzt über­füllt und Erwachsene wie Kinder schwim­men im Rhein, wie unsere Bootsmannschaft bei einer gest­ri­gen Kontrollfahrt fest­stel­len musste. Die DRK-​Wasserwacht Neuss warnt unter­des­sen davor, in unbe­wach­ten Seen und Fließgewässern schwim­men zu gehen. Denn klar ist: Die meis­ten Unfälle ereig­nen sich an Seen, Bächen und Flüssen, die nicht durch Rettungsschwimmer bewacht sind.

Im ver­gan­ge­nen Jahr kamen allein in Nordrhein-​Westfalen 65 Menschen durch Ertrinken ums Leben. Durchschnittlich nur zehn Prozent die­ser Unfälle ereig­ne­ten sich jedoch in bewach­ten Gewässern. Aus die­sem Grund warnt die DRK-​Wasserwacht aus­drück­lich davor, unbe­wachte Badeorte zu nut­zen. „Im Rhein Baden ist in etwa so unge­fähr­lich, wie ein Spaziergang auf der Autobahn“, bringt es Tobias Knops, Technischer Leiter der Wasserwacht Neuss, auf den Punkt. Schwimmer sind in öffent­li­chen Bädern und Seen deut­lich siche­rer als an unbe­wach­ten Badeorten. „90 Prozent der Badeunfälle könn­ten ver­mie­den wer­den, wenn nur noch dort Schwimmen gegan­gen wird, wo es erlaubt ist“, so Knops.

Dadurch, dass viele Menschen in die­sem Jahr nicht ver­rei­sen kön­nen, und öffent­li­che Bäder und Seen durch Corona zugangs­be­schränkt sind, sieht die DRK-​Wasserwacht in die­sem Jahr ein beson­ders hohes Risiko, dass viele Menschen nun auf Seen, Bäche und Flüsse aus­wei­chen könn­ten. So besteht die Gefahr, dass es in die­sem Jahr mehr Tote durch Ertrinken geben wird als in den ver­gan­ge­nen Jahren. 

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