Dormagen – Stadt pflanzt für jeden gefäll­ten Baum min­des­tens einen neuen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Auch in die­sem Jahr wer­den zahl­rei­che durch Baumkrankheiten oder Schädlinge insta­bil gewor­dene Bäume gefällt wer­den müs­sen. „Wir erle­ben ja gerade wie­der eine Phase anhal­ten­der Trockenheit“, sagt Thomas Wedowski, Vorstand der Technischen Betriebe Dormagen.

Grundsätzlich wird jeder gefällte Baum eins zu eins ersetzt, lang­fris­tig ist es unser Ziel, dass wir für jeden gefäll­ten Baum sogar zwei neue pflan­zen“, erklärt Wedowski. Voraussetzung dafür sei aller­dings, dass auch geeig­nete Standorte gefun­den wer­den kön­nen. Da viele Städte unter den glei­chen Problemen lei­den, kommt es mitt­ler­weile sogar zu Engpässen bei der Beschaffung. Die Neupflanzungen wer­den gebün­delt vor­ge­nom­men, wenn Jahreszeit und Witterung es erlauben.

Bei der Auswahl der Bäume gebe es ver­schie­dene Kriterien, erläu­tert Wedowski: Wenn der Standort des gefäll­ten Baums sich his­to­risch durch eine bestimmte Baumart aus­zeich­net, wird ver­sucht, die­selbe Art bei­zu­be­hal­ten. „Am Ende geht es aber natür­lich auch darum, einen Baum aus­zu­su­chen, der robust und pfle­ge­leicht ist und mit den jewei­li­gen Bedingungen des Standortes best­mög­lich zurecht­kommt“, so Wedowski.

Zudem spielt auch die Klimaerwärmung eine Rolle. „Stadtbäume müs­sen in den nächs­ten Jahrzehnten immer extre­mere Wetterbedingungen und län­gere Hitze- und Trockenperioden über­le­ben“, weiß Jens Wolf vom Bereich Grünflächen bei den Technischen Betrieben. Deshalb wer­den tech­ni­sche Hilfsmittel in Zukunft eine noch grö­ßere Rolle spie­len, um vor allem dem Wurzelapparat von Jungbäumen dabei zu hel­fen, mehr Wasser zu speichern.

Im ver­gan­ge­nen Jahr haben wir erst­mals ein inno­va­ti­ves System genutzt, bei dem Lanzen mit Druckluft in die Erde getrie­ben wer­den, um den Boden am Baumstandort zu öff­nen und in die Hohlräume Dünger, Bodenaufbaustoffe, Wasserspeicherelemente und zusätz­li­che Vitalstoffe ein­zu­brin­gen“, erklärt Wolf. Es werde fort­lau­fend geprüft, wo die­ses System noch effek­tiv zum Einsatz gebracht wer­den könnte.

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