Rhein-​Kreis Neuss – Von Notfall bis Vorsorge: Auch in der Corona-​Krise zum Arzt gehen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Praxen und Notfallambulanzen ver­zeich­nen wegen der Corona-​Pandemie einen Rückgang an Patienten.

Das ist ein alar­mie­ren­der Trend, denn es darf nicht sein, dass Menschen am Ende schwer erkran­ken oder sogar ster­ben, weil sie sich wegen des Corona-​Virus nicht mehr in medi­zi­ni­sche Behandlung bege­ben”, sagt Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke.

Gemeinsam mit dem Rheinland Klinikum, der St. Augustinus Gruppe und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein appel­liert der Landrat daher an die Menschen im Rhein-​Kreis Neuss, bei aku­ten oder chro­ni­schen Erkrankungen und zum Vorsorge-​Check wei­ter­hin ihre Ärzte aufzusuchen.

Die regel­mä­ßige Kontrolle, die Vorstellung beim Spezialisten: Viele Arzttermine ste­hen Monate im Voraus fest. Doch nun gibt es die Covid-​19-​Pandemie. Da stel­len sich viele die Frage: Womit sollte ich zum Arzt gehen, was kann war­ten? Doch Patienten soll­ten den Arztbesuch auf kei­nen Fall grund­sätz­lich vermeiden.

Es schade nicht, genau zu über­le­gen, wel­cher Arztbesuch wirk­lich sein muss. Das sei umsich­tig und ver­ant­wor­tungs­be­wusst, so Petrauschke. „Unser Alltag wird aber auch in den nächs­ten Monaten nicht kom­plett anders aus­se­hen, denn die Bewältigung der Corona-​Krise ist ein Marathon und kein Sprint”, betont er. Im Zweifelsfall soll­ten Patienten den Arzt direkt fra­gen, am bes­ten tele­fo­nisch. Zu groß sei die Gefahr, dass man womög­lich mit einem erns­ten Problem zu Hause bleibt.

Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gibt es in Deutschland etwa eine Milliarde Arzt-​Patientenkontakte pro Jahr. Gerade bei chro­nisch kran­ken Menschen ist es wei­ter wich­tig, dass sie regel­mä­ßig zum Arzt gehen. Auch Vorsorgeuntersuchungen soll­ten nur in Absprache mit dem Arzt abge­sagt oder ver­scho­ben wer­den. Denn der hat am ehes­ten den Überblick, was sein muss und was nicht.

Zur Angst, sich beim Arztbesuch mit dem Corona-​Virus anzu­ste­cken, betont Petrauschke, dass sowohl in Arztpraxen als auch in Krankenhäusern Corona-​Patienten von ande­ren getrennt wer­den und strenge Hygieneauflagen gel­ten. Aber auch die Patienten müss­ten ihren Teil zur all­ge­mei­nen Sicherheit bei­tra­gen. So gilt für den Besuch in Arztpraxen: nur nach tele­fo­ni­scher Anmeldung, nur mit Schutzmaske und immer auf min­des­tens 1,5 Meter Abstand zu anderen.

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