Klartext​.NRW – Landesregierung: Konzept zur schritt­wei­sen Öffnung der Kindertagesbetreuung

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Klartext​.NRW – Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration teilt mit: Nordrhein-​Westfalen lei­tet die wei­tere Öffnung der Kindertagesbetreuung ein und hat dazu unter Berücksichtigung des aktu­el­len Infektionsgeschehens ein Konzept vorgelegt.

Demnach wer­den vom 14. Mai 2020 an schritt­weise wei­tere Kinder die Kindertagesbetreuung besu­chen kön­nen. Dieses Konzept ist eng mit den Kommunen sowie Trägern abge­stimmt und mit Eltern, Gewerkschaften und Vertretungen der Kindertagespflege bera­ten. Familienminister Joachim Stamp wen­det sich zudem mit Briefen an Eltern, Träger, Beschäftigte, Kitaleitungen und Kindertagespflegepersonen und erläu­tert darin die anste­hen­den Maßnahmen.
 
Minister Stamp: „Die Auswirkungen der Corona-​Pandemie sind gerade für Kinder und Familien groß. Ich weiß, unter wel­chem enor­men Druck gerade die Familien mit klei­nen Kindern nach den vie­len Wochen ohne regu­läre Kindertagesbetreuung ste­hen. Kinderbetreuung und Beruf sind häu­fig nur unter aller­größ­ter Kraftanstrengung über­haupt leist­bar. Als Vater von zwei Kindern ist mir sehr bewusst, dass unsere Kinder soziale Kontakte, Raum zum Spielen, Toben und Lernen brau­chen. Wir möch­ten die Kindertagesbetreuung gerne für alle Kinder öff­nen, müs­sen aber schritt­weise und ver­ant­wor­tungs­voll vor­ge­hen. Denn die Fachkräfte in KiTas und Kindertagespflege, die zur Risikogruppe gehö­ren, ste­hen uns momen­tan nicht zur Verfügung. Dadurch wird das Angebot erheb­lich begrenzt und kann der­zeit nur in behut­sa­men Schritten erwei­tert werden.“
 
Dennoch ist es das Ziel, mög­lichst bald wie­der allen Kindern die Chance auf früh­kind­li­che Bildung zu ermög­li­chen. Zunächst wird die Notbetreuung in zwei Schritten zum 14. und 28. Mai 2020 erwei­tert. In einem wei­te­ren Schritt im Juni sol­len alle wei­te­ren Kinder wie­der an Angebote der Kindertageseinrichtungen ange­bun­den werden.

In wel­cher Form und in wel­chem Umfang dies erfol­gen kann, ist davon abhän­gig, ob die Entwicklung wie­der grö­ßere Gruppen zulässt und wie viele Fachkräfte zur Verfügung ste­hen. Familienminister Stamp: „Klar ist, dass wir so schnell wie mög­lich und ver­ant­wort­bar zumin­dest einen ein­ge­schränk­ten Regelbetrieb für alle Kinder ermög­li­chen wollen.“
 
Konzept zur Öffnung der Kindertagesbetreuung:
 
Derzeitige Regelung

Eingeschränkte Notbetreuung: Betretungsverbote von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen. Ausnahmen für Kinder, deren Eltern den beson­de­ren Berufsgruppen ange­hö­ren, und zur Sicherung des Kindeswohls im Einzelfall.

Erweiterte Notbetreuung: Erwerbstätige Alleinerziehende und Alleinerziehende in Abschlussprüfungen von Schul- oder Hochschulausbildung.
 
Ab dem 14. Mai 2020:

Die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen wird geöff­net für Vorschulkinder mit einer Anspruchsberechtigung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT).

Zudem dür­fen Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von einer wesent­li­chen Behinderung bedroht sind, und bei denen dies von einem Träger der Eingliederungshilfe fest­ge­stellt wurde, wie­der in Kindertageseinrichtungen oder in Kindertagespflegestellen betreut wer­den. Eine ent­spre­chende Umsetzung für die Betreuung von Kindern in heil­päd­ago­gi­schen Gruppen soll im Rahmen der bestehen­den Möglichkeiten erfolgen.
Die Kindertagespflegestellenangebote mit ihrem fami­li­en­na­hen und über­schau­ba­ren Betreuungsangebot wer­den für Kinder, die ihr zwei­tes Lebensjahr voll­endet haben, geöffnet.

Brückenprojekte kön­nen wie­der geöff­net wer­den. Von Eltern pri­vat orga­ni­sierte Betreuung ist unter Auflagen möglich.
 
Ab dem 28. Mai 2020:

Alle übri­gen Vorschulkinder wer­den aufgenommen.
 
Weitere Schritte im Juni:

Im Laufe des Junis soll allen wei­te­ren Kindern der Besuch ihrer Einrichtung oder ihrer Kindertagespflegestelle ermög­licht wer­den. In wel­chem Umfang das Angebot rea­li­siert wer­den kann, wird fort­lau­fend geprüft und mit den Kommunen sowie Trägern abge­stimmt und unter Beratung von Eltern und Gewerkschaften sowie Kindertagespflegeverbänden erfolgen.

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