Rhein-​Kreis Neuss – Beschäftigte in der Landwirtschaft müs­sen um Zusatzrente bangen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Sie sind bei Wind und Wetter drau­ßen auf dem Feld – blei­ben beim Thema Rente aber jetzt im Regen ste­hen. Für die rund 2.200 Menschen, die im Rhein-​Kreis Neuss in der Landwirtschaft arbei­ten, steht die betrieb­li­che Zusatzrente auf dem Spiel. 

Davor warnt die Industriegewerkschaft Bauen-​Agrar-​Umwelt (IG BAU). Der Grund: Die Arbeitgeber haben den Tarifvertrag zur betrieb­li­chen Altersvorsorge zum Jahresende gekündigt.

Wer Kühe melkt oder Äcker pflügt, hat meist nur ein gerin­ges Einkommen. Um im Alter nicht in die Armut zu rut­schen, sind die Beschäftigten drin­gend auf die Zusatzrente ange­wie­sen“, sagt Uwe Orlob. Der stell­ver­tre­tende Bezirksvorsitzende der IG BAU Düsseldorf ruft die Arbeitgeber dazu auf, die Kündigung zurück­zu­neh­men. Die betrieb­li­che Extra-​Rente sei eine „enorm wich­tige Säule“ in der Altersvorsorge. „Ein Sparen an der Zusatzrente ist ein Sparen am fal­schen Ende.

Denn ohne sol­che Anreize wird die Suche nach Personal für land­wirt­schaft­li­che Betriebe noch schwie­ri­ger als bis­her“, betont Orlob. Zwar hät­ten Gewerkschaftsmitglieder nach aktu­el­lem Stand auch über 2020 hin­aus Ansprüche auf den Renten-​Tarifvertrag. Die IG BAU for­dert jedoch eine ver­pflich­tende Lösung für alle Beschäftigten in der Landwirtschaft.

Die Betriebsrenten wer­den vom Zusatzversorgungswerk für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZLF) orga­ni­siert. Die Zahlung ist ein Muss für alle land­wirt­schaft­li­chen Betriebe. Denn die Regelung wird vom Bundesarbeitsministerium für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt. Für einen Beschäftigten macht die Extra-​Rente nach 40 Beitragsjahren aktu­ell 52 Euro im Monat aus.

Weitergehende Infos erhal­ten Beschäftigte in der Landwirtschaft bei IG BAU-​Branchensekretär Reinhard Steffen unter 0151 12 16 38 47.

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