Coronavirus: Neuer Bund-​Länder-​Beschluss bringt weit­rei­chende Lockerungen für Dormagen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Bund und Länder haben sich ange­sichts gesun­ke­ner Infektionszahlen am gest­ri­gen Mittwoch, 6. Mai, auf weit­rei­chende Lockerungen des öffent­li­chen Lebens verständigt. 

Dazu gehö­ren neben einer Rückkehr zum Schulbetrieb mit teil­wei­sem Präsenzunterricht auch die Öffnung aller Geschäfte sowie der Gastronomie. „Das ist ein muti­ger Schritt, der durch die Disziplin und das ver­ant­wor­tungs­volle Handeln in den zurück­lie­gen­den Wochen ermög­licht wurde“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Wichtig ist, jetzt nicht zu ver­ges­sen, dass die Gefahr andau­ert. Wir leben noch immer in der Pandemie. Deshalb müs­sen wir alles tun, um die Ansteckungsmöglichkeiten zu minimieren.“

Es gilt wei­ter­hin, in der Öffentlichkeit min­des­tens 1,5 Meter Abstand von sei­nen Mitmenschen zu hal­ten. Zudem ist in zahl­rei­chen öffent­li­chen Bereichen – ins­be­son­dere sol­chen, in denen das Abstandsgebot nicht durch­gän­gig ein­ge­hal­ten wer­den kann – eine Mund- und Nasenbedeckung Pflicht. Zudem blei­ben Kontaktbeschränkungen in Kraft. Mit einer Änderung: Ab Montag, 11. Mai, kön­nen sich Angehörige eines Hausstandes auch mit Angehörigen eines wei­te­ren Hausstandes in der Öffentlichkeit treffen.

Hier die wich­tigs­ten Antworten zu den neuen Corona-Lockerungen:

Welche Geschäfte sind jetzt wie­der geöffnet?

Die Beschränkungen für den Handel fal­len ab Montag, 11. Mai, kom­plett weg. Alle Einzelhandelsgeschäfte dür­fen wie­der öff­nen. Bedingung: Auf zehn Quadratmeter Verkaufsfläche darf jeweils nur ein Kunde kom­men. Massagestudios, Kosmetiker und Tattoo-​Studios blei­ben hin­ge­gen noch geschlos­sen. Für diese Dienstleistungen sol­len aber Konzepte erar­bei­tet wer­den, um Kunden und Mitarbeiter mög­lichst wirk­sam vor einer Infektion zu schüt­zen. Bereits seit die­ser Woche haben Friseure wie­der geöffnet.

Wann öff­net die Gastronomie wieder?

Auch die Gastronomen kön­nen auf­at­men. Ab Montag, 11. Mai, kön­nen Restaurants wie­der Gäste emp­fan­gen. Wichtig: Drinnen und drau­ßen muss der Mindestabstand von 1,5 Metern ein­ge­hal­ten wer­den. Dadurch wer­den ins­ge­samt weni­ger Tische zur Verfügung ste­hen. Buffets mit offe­nen Speisen sind ver­bo­ten. Restaurantbetreiber müs­sen mit einem Hygienekonzept nach­wei­sen, dass sie geeig­nete Maßnahmen tref­fen, um das Infektionsrisiko wirk­sam ein­zu­däm­men. Wie genau die Hygienevorgaben für die Gastronomen aus­se­hen, das wird das NRW-​Gesundheitsministerium zeit­nah bekannt­ge­ben. Kneipen, Bars, Clubs, Diskotheken und Bordellbetriebe blei­ben wei­ter­hin geschlos­sen. Für diese Betriebe gibt es auch noch keine kon­krete Perspektive, ab wann eine Wiedereröffnung in Betracht kommt.

Sind tou­ris­ti­sche Reisen wie­der möglich?

Für den Tourismus sind stu­fen­weise Lockerungen vor­ge­se­hen. Die Abstandsregeln sind dabei immer ein­zu­hal­ten. Ab Montag, 11. Mai, kön­nen wie­der Ferienwohnungen bezo­gen sowie Campingplätze ange­steu­ert wer­den. Ab Christi Himmelfahrt wer­den auch Hotels wie­der für Touristen geöffnet.

Wann kehrt das kul­tu­relle Leben zurück?

Bereits jetzt dür­fen Museen, Ausstellungen, Galerien sowie Tierparks und Zoologische Gärten wie­der besucht wer­den. Ab Montag, 11. Mai, sind auch klei­nere Konzerte und Aufführungen erlaubt – wenn sie unter freiem Himmel statt­fin­den. Ende Mai sol­len auch Theater wie­der öff­nen dür­fen. Auch hier muss aber der Mindestabstand von andert­halb Metern ein­ge­hal­ten werden.

Großveranstaltungen blei­ben min­des­tens bis zum 31. August 2020 unter­sagt, Fachmessen und Kongresse dür­fen hin­ge­gen ab dem 30. Mai unter bestimm­ten Voraussetzungen wie­der statt­fin­den. Auch die Volkshochschulen kön­nen ihr Programm ab kom­men­dem Montag wie­der aufnehmen.

Darf ich wie­der zum Sport?

Ab sofort darf wie­der ver­mehrt an der fri­schen Luft Sport betrie­ben wer­den. Der Sport- und Trainingsbetrieb im kon­takt­lo­sen Breiten- und Freizeitsport wird, so die Landesregierung, wie­der erlaubt sein. Auch der Reitsport in der Halle ist wie­der zuläs­sig. Ab Montag, 11. Mai, dür­fen Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen von Vereinen öff­nen – selbst­ver­ständ­lich nur unter Wahrung stren­ger Abstands- und Hygieneauflagen. Der Dormagener Skatepark in Horrem öff­net am Montag, 11. Mai, wie­der. Hier gilt aller­dings, dass höchs­tens 15 Personen gleich­zei­tig die Anlage nut­zen dür­fen. Freibäder sol­len ab Mittwoch, 20. Mai, wie­der besucht wer­den dür­fen. Ende des Monats soll dann auch der Sport in geschlos­se­nen Räumen wie­der erlaubt sein – dann auch in Sportarten, bei denen es zu Körperkontakt kommt. Ab Samstag, 30. Mai wird auch das Stadtbad „Sammys“ wie­der öffnen.

Die Landesregierung Nordrhein-​Westfalens wird die neuen Lockerungen zeit­nah in einem Erlass ver­öf­fent­li­chen, der die Regelungen dann im Einzelnen wei­ter kon­kre­ti­siert. Über die aktu­el­len Entwicklungen infor­mie­ren wir selbst­ver­ständ­lich – auch unter www​.dor​ma​gen​.de/​c​o​r​o​n​a​v​i​rus.

Zudem kön­nen Sie sich mit Fragen zur Corona-​Situation auch an die Bürgerhotline der Stadt wen­den. Sie ist mon­tags bis frei­tags von 8 bis 12 Uhr unter 02133 257 555 erreichbar.

Bürgermeister Erik Lierenfeld beant­wor­tet am Montag, 11. Mai, um 18 Uhr live auf Facebook die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu den Auswirkungen der neu­ge­fass­ten Coronaschutzverordnung auf das Leben in Dormagen.

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