Kreismuseum Zons: Neuer Katalog gibt Einblick in die Sammlung „Fliesen im Jugendstil“

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Das Kreismuseum Zons hat einen neuen wis­sen­schaft­li­chen Bestandskatalog der Sammlung „Fliesen im Jugendstil: Die Sammlung Beatrix und Axel Vater“ veröffentlicht. 

Günther Kallen, Kunsthistoriker und freier Mitarbeiter des Museums, hat die Fliesensammlung wis­sen­schaft­lich auf­ge­ar­bei­tet und den Katalog zusam­men­ge­stellt. Die rund 200 Seiten dicke Veröffentlichung gibt Einblick in die ver­schie­de­nen Techniken und Dekorationen der Fliesen und zeigt anhand aus­ge­wähl­ter Beispiele deren viel­ge­stal­tige Formen- und Farbenpracht.

Über den neuen Katalog freut sich Kulturdezernent Tillmann Lonnes: „Auf diese Wiese kön­nen wir die facet­ten­rei­che Sammlung einem brei­ten Publikum auch außer­halb des Museums zugäng­lich machen“, sagt Lonnes. Museumsleiterin Anna Karina Hahn ergänzt: „Als beson­de­res Highlight erwar­tet die Besucher eine kleine Fliesen-​Ausstellung im Foyer unse­res Museums, sobald wir am 7. Mai wie­der öffnen.“

Die Fliesensammlung passt mit ihrer Blumen- und Blütenpracht per­fekt in den Frühling. „Bei uns schlum­mern flo­rale Schätze, kleine Knospen, große Blüten und künst­le­ri­sche Gewächse“, erläu­tert Anna Karina Hahn. „Die rund 1.000 fas­zi­nie­ren­den Jugendstilfliesen ergän­zen seit 2017 unsere Ausstellung.“ Dr. Beatrix Vater-​Dobberstein hatte die umfang­rei­che Kollektion an das Kreismuseum Zons zusam­men mit wei­te­ren Objekten des Art Nouveau aus Glas, Keramik und Holz über­ge­ben. Sie sam­melte die kera­mi­schen Schönheiten gemein­sam mit ihrem Mann, dem Bildenden Künstler Axel Vater, von den 1960er bis in die 1980er Jahre. Dabei zeigt die Kollektion der Biologin und des 2014 ver­stor­be­nen Künstlers eine eigene Handschrift. Florale Sujets domi­nie­ren und rei­chen in der Art der Darstellung von natu­ra­lis­tisch bis abs­trakt. Facettenreich ist eben­falls das Spektrum der Gestaltungsformen bzw. ‑tech­ni­ken, das einen Überblick über die Vielzahl der Dekormöglichkeiten um 1900 bietet.

Günther Kallen hat nicht nur den Katalog zusam­men­ge­stellt, son­dern auch die Fliesen digi­tal inven­ta­ri­siert. So wird die Sammlung dem­nächst kom­plett über die Homepage www​.museum​-digi​tal​.de ein­seh­bar sein. Ca. 300 Fliesen gibt es dort bereits jetzt zu bestau­nen; die Anzahl wächst von Tag zu Tag.

Interessierte kön­nen den Katalog beim Kreismuseum Zons zum Preis von 16 Euro (zzgl. Versandkosten) bestel­len: per E‑Mail unter kreismuseum-zons@rhein-kreis-neuss.de oder per Telefon unter 02133/​53020.

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