Neuss: Gefährliche Aktion: Mann mit Waffe sorgt für Polizeieinsatz

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Am Dienstag (05.05.), um kurz vor 23 Uhr, trau­ten Polizeibeamten ihren Augen kaum. Ein Fußgänger, der die Venloer Straße über­querte hielt offen­sicht­lich eine Schusswaffe in der Hand. 

Mit schnel­ler Unterstützung eines wei­te­ren Streifenwagens und mit der gebo­te­nen Vorsicht näher­ten sich die Beamten dem Verdächtigen. Auf alles gefasst, zogen die Ordnungshüter eben­falls ihre Waffen und spra­chen den Unbekannten bestimmt an, mit der Aufforderung, die Waffe und sich selbst auf den Boden zu legen.

Der Mann kam glück­li­cher­weise den Anweisungen unver­züg­lich nach. Er behaup­tete zwar, dass es sich bei der sicht­ba­ren Waffe um ein „Spielzeug” han­deln würde, räumte aber gleich­falls ein, zusätz­lich eine Schreckschusspistole bei sich zu füh­ren. Aufgrund der Gesamtsituation und zur Gefahrenabwehr leg­ten die Polizisten dem Verdächtigen Handfesseln an und durch­such­ten ihn. Tatsächlich fan­den sie eine gela­dene Schreckschusswaffe und stell­ten diese, genauso wie die „Anscheinswaffe” sicher.

Anscheinswaffen sind sol­che, die ihrer äuße­ren Form nach im Gesamterscheinungsbild wie „echte” Feuerwaffen aus­se­hen. Sie dür­fen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden.

Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz wur­den ein­ge­lei­tet. Auch die Behauptung sich bedroht zu füh­len, recht­fer­tigte die Aktion nicht.

Die Polizei macht auf die Gefahren auf­merk­sam, die der Umgang mit soge­nann­ten Anscheinswaffen mit sich bringt. Diese Imitate sind nicht sofort als „Spielzeugwaffen” zu erken­nen. Die Polizei muss im Einsatz zunächst davon aus­ge­hen, dass es sich um echte und somit gefähr­li­che Waffen han­delt. Zum Eigenschutz und zum Schutz der Bevölkerung müs­sen Beamte ent­spre­chend reagie­ren. So kann aus dem ver­bo­te­nen, „spie­le­ri­schen” Umgang schnell töd­li­cher Ernst werden.

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