Korschenbroich – Klima und Verkehr sind große Themen im „WerkStadt-​Prozess“

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Bisher haben sich 434 Bürgerinnen und Bürger (Stand 5. Mai) an der Online-​Befragung im Rahmen des „WerkStadt“-Prozesses betei­ligt. Es geht um die Entwicklung von Zukunftsstrategien für die Stadt.

Der Zeitaufwand der Beteiligung ist gering, die Bedeutung hin­ge­gen ist groß: Schließlich geht es darum, den Willen der Bevölkerung zu ermit­teln und in künf­ti­gen Planungen zu berück­sich­ti­gen. Es gibt fünf große Oberthemen. Man kann ein­zelne aus­wäh­len oder sie alle bear­bei­ten. Insgesamt sind 38 Thesen zu bewer­ten, indem man zustimmt, ablehnt oder sich neu­tral verhält.

Außerdem besteht die Möglichkeit, selbst ein neues Thema vor­zu­schla­gen. Der Startschuss für die Onlinebeteiligung erfolgte zusam­men mit dem ers­ten Ortstermin in Kleinenbroich am 5. März. Zwei wei­tere Ortstermine in Glehn und Korschenbroich konn­ten nicht wie geplant lau­fen, sol­len aber nach­ge­holt wer­den. Bürgerinnen und Bürger kön­nen unab­hän­gig davon wei­ter­hin jeder­zeit Ihre Meinung online kundtun.

Die bis­he­ri­gen Antworten zei­gen inter­es­sante Zwischenergebnisse: Beispielsweise spre­chen sich 75% der bis­he­ri­gen Teilnehmer dafür aus, dass kli­ma­ge­rechte Aspekte in der Stadtentwicklung Priorität haben müs­sen. 32% ste­hen einem Zusammenwachsen der Ortsteile posi­tiv gegen­über, diese Tendenz ver­tre­ten beson­ders die Korschenbroicher und Kleinenbroicher Umfrageteilnehmerinnen und ‑teil­neh­mer. Ein eher geteil­tes Bild herrscht beim Thema „Arbeitsteilung“ zwi­schen den Ortsteilen.

Etwa die Hälfte der Beteiligten (52%) ver­tritt die Meinung, dass nicht sämt­li­che Angebote über­all vor­han­den sein kön­nen. 76% befür­wor­ten eine Mischung von Wohnungsangeboten für ver­schie­dene Altersgruppen in allen Ortsteilen. Weniger als die Hälfte sehen einen Nachholbedarf im Segment der klei­ne­ren Wohnungen und im geför­der­ten Wohnungsbau für den loka­len Bedarf.

Von gro­ßer Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger ist das Thema Verkehr und Mobilität: Deutliche 92% spre­chen sich für eine ver­stärkte Vernetzung von öffent­li­chen Freiräumen aus, die als attrak­tive Rad- und Fußwegeverbindungen erschlos­sen wer­den sol­len. Darüber hin­aus stim­men 90% für eine ver­bes­serte Vernetzung der Ortsteile unter­ein­an­der mit den S‑Bahn-​Haltepunkten und Infrastruktureinrichtungen.

Eine stär­kere tou­ris­ti­sche Vermarktung der Stadt ist knapp der Hälfte aller Teilnehmenden wich­tig. Gegensätzliche Meinungen gibt es zu der These, dass Zuzüge aus der Region ange­sichts der rück­läu­fi­gen natür­li­chen Bevölkerungsentwicklung Korschenbroichs not­wen­dig und gewünscht sind. 39% der Befragten befür­wor­ten den Weg, 29% leh­nen ihn ab. Dass Flächen für den Wohnbau spar­sam in Anspruch genom­men wer­den sol­len, fin­den bis­lang 76% der Befragten.

Auch bei der Gewerbeflächenentwicklung unter­stüt­zen 76% die Aktivierung von Bestandsreserven in vor­han­de­nen Gewerbegebieten, wobei inter­kom­mu­nale Entwicklungen trotz­dem mög­lich blei­ben sol­len. 90% spre­chen sich für leicht und jeder­zeit zugäng­li­che Begegnungsorte aus. 83% wün­schen sich eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in den Grünflächen.

Mir ist es ganz wich­tig, dass im Zuge der Klimawende die neuen Quartiere kli­ma­neu­tral gebaut wer­den, d.h. auch mit kli­ma­neu­tra­len Baustoffen schon in der Herstellung wie z.B. den Holzbau.“, „Nur die gro­ßen Stadtteile Korschenbroich, Kleinenbroich und Glehn soll­ten bau­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. In den klei­nen Stadtteilen sollte vor­ran­gig eine Lückenbebauung unter­stützt wer­den.“ „Der länd­li­che Charakter von Korschenbroich muss unbe­dingt erhal­ten blei­ben. Naturschutz ist dabei sehr wich­tig und der Erhalt und die Vergrößerung von Naherholungsgebieten.“

Dies sind nur drei Beispiele für zahl­rei­che Anregungen, die in den freien Textfeldern geäu­ßert wur­den. Weiterhin kön­nen sich alle Interessierten unter www​.kor​schen​broich​.de beteiligen.

(29 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)