Caritas-​Pflegestation Dormagen – Nach 40 Jahren: Leitungswechsel – Ingrid Köppinger: Pionierin der ambu­lan­ten Pflege

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Sie hat die Caritas-​Pflegestation Dormagen zu dem gemacht, was sie heute ist: Die Pflegedienstleiterin und Gründerin Ingrid Köppinger geht nach 40 Jahren in den Ruhestand. 

Sie über­gibt die Einrichtung, die in Dormagen einen exzel­len­ten Ruf genießt, an ihre lang­jäh­rige Stellvertreterin Sabine Jüsten. Neue stell­ver­tre­tende Leiterin ist Andrea Pelzer, die seit Anfang 2019 zum Team der Pflegestation gehört.

1980 hat Ingrid Köppinger die heu­tige Pflegestation mit zwei wei­te­ren Krankenschwestern quasi auf­ge­baut. „Damals nannte sich das noch Gemeindepflege und wir wur­den von Ordensschwestern unter­stützt“, erin­nert sich die 63-​Jährige. Der Weggang vom Krankenhaus fiel der Krankenschwester nicht leicht, aber wegen der Geburt ihrer Tochter, wollte sie weg vom häu­fi­gen Schichtdienst in der Klinik. „Damals hat­ten wir nur alle sechs Wochen Wochenenddienst“, erin­nert sie sich an die Anfänge der Pflegestation.

Nicht nur das hat sich im Laufe von vier Jahrzehnten geän­dert: „Die Dokumentation erfolgte damals, wenn über­haupt, nur mit Notizen, heute ist das alles EDV-​gestützt.“ Mit der größte Einschnitt sei aber die Einführung der Pflegeversicherung gewe­sen. „Plötzlich stan­den Aspekte wie Wirtschaftlichkeit an ers­ter Stelle, das war für viele nicht ein­fach umzu­set­zen.“ Auch die Fusion der Caritasverbände Grevenbroich und Rhein-​Kreis Neuss brachte 2005 viele Veränderungen für die Pflegedienstleiterin mit: „Lange Zeit war ich eine Art Einzelkämpferin, nun hatte ich plötz­lich Vorgesetzte und Leitungskollegen.“

Wichtig war Köppinger in ihrem lan­gen Berufsleben immer eine hohe fach­li­che Kompetenz und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter. Auch auf eine gute Zusammenarbeit mit den Ärzten vor Ort legte sie stets viel Wert.

In den Ruhestand geht die agile 63-​jährige mit zwei lachen­den Augen. „Ich bli­cke immer schon lie­ber nach vorne als zurück.“ Und sie weiß, sie über­gibt eine sehr gut geführte Pflegestation. Für den neuen Lebensabschnitt plant sie gemein­sam mit ihrem Mann aus­gie­bige Reisen mit dem Wohnwagen und viel Zeit mit ihrem klei­nen Enkel zu ver­brin­gen – so es die Corona-​Situation wie­der zulässt. Eine Verabschiedungsfeier holt die Caritas zu geeig­ne­ter Zeit nach.

Verabschiedet: Ingrid Köppinger (rechts) geht nach 40 Jahren Dienst bei der Caritas-​Pflegestation Dormagen in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin ist Sabine Jüsten (links). Ebenfalls im Bild: die neue Stellvertreterin Andrea Pelzer. (Das Foto ist ent­stan­den, bevor die Abstandsregelungen ein­ge­führt wur­den.) Foto: Peter Wirtz
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