Kreismedienzentrum unter­stützt Lehrer bei der Digitalisierung mit Online-Kursen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Lernfortschritte im Rahmen der Digitalisierung haben inner­halb weni­ger Wochen an vie­len Schulen eine rasan­tere Entwicklung erfah­ren als in den vor­an­ge­gan­ge­nen Monaten – und das in den meis­ten Fällen sehr erfolgreich. 

Zu die­sem Schluss kommt Gala Garcia Frühling, Medienberaterin der Bezirksregierung Düsseldorf für den Rhein-​Kreis Neuss. Wegen der Schulschließungen muss­ten daten­schutz­kon­forme, leicht anzu­wen­dende Lösungen gefun­den wer­den, um die Schüler mit Aufgaben zu ver­sor­gen und den Unterricht auf Distanz zu organisieren.

Dies stellte in Anbetracht der kur­zen Zeit teil­weise große Herausforderungen dar, aber die meis­ten Lehrer haben sich schnell dar­auf ein­ge­las­sen“, so Garcia Frühling. Es gebe dabei ver­schie­dene daten­schutz­kon­forme Tools, mit denen die Schulen den Material-​Austausch ermög­li­chen. Schüler könn­ten ihre Ergebnisse über diese Plattformen auch zurück an die Fachlehrer schi­cken. Die Ergebnisse könn­ten kom­men­tiert und bewer­tet wer­den – nach Absprache auch von dem gan­zen Kurs.

Dabei ist zu beach­ten, dass die Leistungen aktu­ell jedoch ledig­lich in posi­ti­ver Form bewer­tet wer­den. Das bedeu­tet, dass die Schüler ihre Noten ver­bes­sern kön­nen, indem sie etwa Ergebnisse lie­fern oder sich aktiv an den Video-​Konferenzen betei­li­gen. Es fol­gen jedoch keine nega­ti­ven Konsequenzen, wenn die Ergebnisse schwach sind“, erklärt die Expertin. Auf diese Weise solle sicher­ge­stellt wer­den, dass Kinder, bei denen sich das Distanzlernen als schwie­rig gestal­tet, nicht benach­tei­ligt wer­den. Gründe für schwa­che Leistungen könn­ten schließ­lich auch eine feh­lende tech­ni­sche Ausstattung sein oder der Mangel an einem ruhi­gen Arbeitsplatz.

Immer mehr Schulen bie­ten mitt­ler­weile an, den Kindern schul­ei­gene Tablets zur Verfügung zu stel­len. „Fehlendes Internet oder begrenzte Rückzugsmöglichkeiten sind jedoch Probleme, die von den Schulen nicht so leicht gelöst wer­den kön­nen“, heißt es im Kreismedienzentrum. Andererseits biete die Digitalisierung auch viele Möglichkeiten für krea­tive Aufgaben und Projekte, die von zu Hause aus bear­bei­tet wer­den kön­nen: zum Beispiel einen Film erstel­len, ein Hörstück pro­du­zie­ren oder sport­li­che Aktivitäten dokumentieren.

Bei der Einführung und Umsetzung der Austausch-​Plattform Moodle unter­stützt die Medienberatung die Lehrerinnen und Lehrer mit Online-​Fortbildungen. Zuletzt nah­men über 60 Pädagogen daran teil. Unter dem Motto „Mittwochs im Medienzentrum“ ist geplant, regel­mä­ßig Online-​Fortbildungen anzu­bie­ten, die von den Medienberatern Marc Albrecht-​Hermanns, Philipp Wartenberg und Gala Garcia Frühling mode­riert werden.

In die­sem Rahmen wer­den auch Schulungen für Administratoren bei der Einführung des Programms „Logineo NRW“ durch­ge­führt. Außerdem gibt es Online-​Kurse zum Thema „Distanzlernen“ auf der Homepage des Kreismedienzentrums. Die Adresse lau­tet https://​mz​-neuss​.lms​.schulon​.org. Im Selbstlernkursus kön­nen sich Lehrer zu Themen wie zeit­glei­che und zeit­ver­setzte Kommunikation, kol­la­bo­ra­ti­ves Arbeiten oder E‑Portfolios fort­bil­den. Weit über 500 Pädagogen haben die­ses Angebot bereits genutzt.

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