Rommerskirchen – Übersicht über Hilfsangebote bei Sorgen und Gewalt

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Auch die kom­mu­na­len Gleichstellungsbeauftragten Nicole Musiol und ihre Stellvertreterin Gianna Lakhal sind gerade wäh­rend der Corona-​Krise aktiv. 

Sie machen sich auch in Rommerskirchen Sorgen um Frauen, Kinder und Männer. Die Corona-​Krise for­dert von allen sehr viel und schränkt das täg­li­che Leben deut­lich ein. Durch Quarantäne, Enge im häus­li­chen Umfeld und Existenzängste stei­gen die zwi­schen­mensch­li­chen Spannung und enden nicht sel­ten in einer Eskalation in Form von Gewalt.

Gewalt bedeu­tet jedoch nicht nur kör­per­li­che oder sexu­elle Gewalt. Auch sub­ti­lere Formen wie psy­chi­sche Gewalt in Form von Beschimpfungen, Bedrohungen, Hausarrest und vie­les mehr sind Formen von Gewalt. Daneben gibt es noch ritu­elle Gewalt, wie sie zum Beispiel in Sekten oder Kulten statt­fin­det. Durch die viel­fäl­ti­gen Gewaltformen sind auch alle Mitglieder der Gesellschaft betroffen.

Um Opfern und Täter zu hel­fen hat das Bundesministerium die Seite www​.staer​ker​-als​-gewalt​.de geschaf­fen. Hier erhal­ten Betroffene, Täter*innen und Helfer*innen Informationen an wen sie sich wen­den kön­nen. Die Hotlines sind teil­weise 24Stunden an jedem Tag erreichbar.

Die Hotline für Frauen www​.hil​fe​te​le​fon​.de berät in 17 Sprachen und ist auch tele­fo­nisch unter der Nummer 08000 116 016 erreich­bar. Sie unter­stüt­zen Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte wer­den anonym und kos­ten­frei bera­ten. Es gibt in NRW auch spe­zi­elle Hotlines für Jungen, Männer und Väter. Unter der kos­ten­lo­sen Nummer 0800 123 99 00 kön­nen sich seit Anfang April Männer mel­den, die von ver­schie­de­nen Arten von Gewalt betrof­fen sind Zusätzlich fin­den Betroffene, Angehörige oder Fachpersonal auf der Internetseite www​.maen​ner​hil​fe​te​le​fon​.de ein digi­ta­les Informations- und Beratungsangebot.

Kinder und Jugendliche erhal­ten online Hilfe unter: www​.num​mer​ge​gen​kum​mer​.de und der Telefonnummer: 116111.

Wir haben aber nicht nur die Opfer im Blick, son­dern wir möch­ten, dass mehr Menschen hin­schauen und ein­grei­fen“, so die Gleichstellungsbeauftragten. „Freund*innen, Nachbar*innen, Kolleg*innen kön­nen erste Ansprechpersonen bei Gewalt sein und soll­ten auch die Hilfsangebote, die es gibt, ken­nen. In Corona-​Zeiten wird es für Betroffene schwie­ri­ger, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Auch Familie, Freunde und Nachbarschaft sind in die­ser her­aus­for­dern­den Zeit unsi­cher, an wen sie sich wen­den kön­nen. Wir wün­schen uns, dass die Menschen hin­se­hen, sich infor­mie­ren, ein­grei­fen und den Betroffenen hel­fen. Gewalt an Frauen, Männern und Kindern geht uns alle an. Nur gemein­sam sind wir stär­ker als Gewalt.“

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