Grevenbroich – Massentest nach Quarantäneverstößen – Wohnblock abgesperrt

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Zwei Familien in Grevenbroich, mit bestätigten Infektionen, haben sich nicht an ihre Quarantäne-Auflagen gehalten und daher muss die Nachbarschaft zum Corona-Test. 450 Bewohner werden seit dem Morgen getestet.

Mitarbeiter des Rhein-Kreis Neuss führen am Sonntag (26.04.2020) seit dem Vormittag in einem Grevenbroicher Hochhaus-Komplex (Wabenhäuser) einen Massen-Corona-Test durch. 40 Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und des DRK testen seit 10 Uhr rund 450 Hausbewohner.

Bewohner aus 117 Wohnungen müssen auf eine Ansteckung getestet werden, so Pressesprecher Benjamin Josephs vom Rhein-Kreis Neuss. Seinen Angaben zufolge wird das Hochhaus am Sonntag umzäunt, dann sind rund acht Stunden für die Tests eingeplant. In dem Hochhauskomplex leben Menschen aus 24 Nationen. Übersetzer sind an der Aktion beteiligt, um das Vorgehen zu erklären. Mitarbeiter vom DRK sind in voller Schutzmontur im Gebäude unterwegs.

Laut dem Kreissprecher hatten die Mitglieder der Familien - insgesamt zehn Personen, darunter auch Kinder - weiter Kontakt mit Nachbarn. Die beiden Familien, die durch ihre Verstöße den Massen-Coronatest nötig gemacht haben, wurden inzwischen anderweitig untergebracht um die Quarantäne-Auflagen zu sichern.

Der Test der anderen Hochhaus-Bewohner sei freiwillig, wer sich allerdings nicht testen lässt, werde vorsorglich in Quarantäne bleiben müssen. Bis die Testergebnisse nach etwa zwei Tagen ausgewertet seien, müssten alle Bewohner im Hochhaus bleiben. Die Zäune und die Kontrolle von Ein- und Ausgängen blieben bis dahin bestehen, so der Kreissprecher.

Landrat Petrauschke äußerte ich zu dieser Thematik: "Ich kann mir gut vorstellen wie schwierig es ist, auch mit Kindern, zwei Wochen die Wohnungen nicht verlassen zu können. Hier steht jedoch das Allgemeinwohl vor den persönlichen Befindlichkeiten."

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