Klartext​.NRW: Wiederaufnahme von Versammlungen zur Religionsausübung in Nordrhein-Westfalen

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Die Landesregierung teilt mit: Die Landesregierung Nordrhein-​Westfalen hat als ein­zi­ges Land den gemein­sa­men Gottesdienstbesuch zu kei­nem Zeitpunkt ver­bo­ten, son­dern es als aus­rei­chend erach­tet, von den Kirchen und Religionsgemeinschaften in Selbstverpflichtungserklärungen den Verzicht auf Versammlungen zur Religionsausübung entgegenzunehmen. 

Dieser Selbstverpflichtung sind die Kirchen und Religionsgemeinschaften in beein­dru­cken­der Weise nachgekommen.
 
Im Nachgang zu Gesprächen des Ministerpräsidenten Armin Laschet und des stell­ver­tre­ten­den Ministerpräsidenten Dr. Joachim Stamp mit den Kirchen sowie Religionsgemeinschaften über die Wiederaufnahme der öffent­li­chen Durchführung von Gottesdiensten in der ver­gan­ge­nen Woche hat die Landesregierung in die­sen Tagen Konzepte der Religionsgemeinschaften erhal­ten, wie wäh­rend der Corona-​Pandemie Gottesdienste unter Beachtung des Infektionsschutzes gestal­tet wer­den können.
 
Auf der Grundlage der glei­cher­ma­ßen umfas­sen­den und prä­zi­sen vor­ge­leg­ten Konzepte und Maßnahmenkataloge sieht die Landesregierung die Möglichkeit, dass zeit­nah Gottesdienste wie­der unter Beteiligung von Gläubigen gefei­ert wer­den kön­nen. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften haben erklärt, die Vorkehrungen zur Einhaltung des Abstands und zum Schutz bis zum 1. Mai 2020 vor­neh­men zu kön­nen. Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung in Nordrhein-​Westfalen wer­den ab Mai wie­der öffent­lich stattfinden.
 
Hierzu erklärt Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Freiheit der Religionsausübung ist ein wich­ti­ges Grundrecht unse­rer Verfassung. Wir sind dank­bar für das hohe Maß an Verständnis und Verantwortung von Kirchen und Religionsgemeinschaften in Nordrhein-​Westfalen in der Corona-​Krise. Jüdische Gemeinden haben auf die gemein­same Feier des Pessachfestes ver­zich­tet und Christen auf die gro­ßen Gottesdienste an den Hochfesten von Gründonnerstag bis Ostern.

Die Muslime ihrer­seits haben erklärt, den Auftakt zum Ramadan ohne gemein­sa­mes Freitagsgebet zu fei­ern und den Ramadan mit sei­nen all­abend­li­chen Begegnungen zum Fastenbrechen anders zu gestal­ten als in allen Jahren zuvor. Wir brin­gen die­ses kon­struk­tive Miteinander von Staat und Religionsgemeinschaften ebenso wie die kon­kre­ten Schutzkonzepte auch in die bun­des­weite Verständigung zur Wiederaufnahme des reli­giö­sen Lebens in Deutschland ein.“
 
Der stell­ver­tre­tende Ministerpräsident Dr. Joachim Stamp erklärt: „Die Religionsgemeinschaften und die Gläubigen haben mit ihrem selbst gewähl­ten Verzicht auf gemein­same Gottesdienste einen wich­ti­gen Beitrag zur erfolg­rei­chen Eindämmung der Pandemie geleis­tet. Mit den vor­ge­leg­ten Konzepten für die wei­tere Eindämmung kom­men sie ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Gemeindemitglieder und Gottesdienstbesucher mit gro­ßer Sorgfalt nach.

Die Religionsgemeinschaften in Nordrhein-​Westfalen haben in der Krise Verantwortungsbewusstsein gezeigt. Sie haben selbst den Weg dafür berei­tet, dass nun unter den Regeln von Abstand und Schutz wie­der gemein­sam Gottesdienst gefei­ert wer­den kann.“

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