Dormagen – Coronavirus: Was sich ab Montag alles ändert – und was nicht

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Es sind die ers­ten Schritte zu einer Öffnung des wirt­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Lebens. 

Mit einer neuen Verordnung, die am Montag, 20. April, in Kraft tritt und noch heute ver­öf­fent­licht wer­den soll, gibt die nordrhein-​westfälische Landesregierung die Leitlinien für die Zeit bis zum 4. Mai vor. Änderungen sol­len sich zum Beispiel im Bereich Kita und Schule, bei Geschäften sowie für Großveranstaltungen ergeben.

Mindestens genauso wich­tig ist aber auch, was sich erst­mal nicht ändert“, betont Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Das Kontaktverbot bleibt genauso wie das Abstandsgebot in Kraft. Es bleibt das wich­tigste Ziel, alle Menschen so gut wie mög­lich vor der Infektion zu schüt­zen. Deshalb emp­fehle ich auch drin­gend das Tragen einer Mundbedeckung in den Bereichen, wo Abstände nicht ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen“, so Lierenfeld weiter.

Ab Montag, 20. April, sol­len die wei­ter­füh­ren­den Schulen zunächst für Lehrkräfte, Schulpersonal und Schulträger wie­der geöff­net wer­den, damit der Schulbetrieb unter den erfor­der­li­chen stren­gen Hygienevorschriften in klei­ne­ren Lerngruppen vor­be­rei­tet wer­den kann. Das hat Schulministerin Yvonne Gebauer heute in Düsseldorf bekannt gege­ben. Ab Donnerstag, 23. April, sol­len Schülerinnen und Schüler, die sich auf das Abitur und Schulabschlüsse am 12. Mai vor­be­rei­ten, dann auf frei­wil­li­ger Basis in der Schule ler­nen können.

In einer zwei­ten Phase sol­len ab dem 4. Mai auch die Grundschulen wie­der geöff­net wer­den. Allerdings nur für die Viertklässler, um einen mög­lichst rei­bungs­lo­sen Wechsel auf die wei­ter­füh­ren­den Schulen zu ermög­li­chen. Der gemein­same Unterricht aller Schüler in der gewohn­ten Form wird vor­aus­sicht­lich min­des­tens bis zu den Sommerferien nicht statt­fin­den, so Gebauer.

Auch im Kita-​Bereich soll es Neuerungen geben. So soll die Notbetreuung in Stufen aus­ge­wei­tet wer­den, über die genauen Einzelheiten wird das zustän­dige Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-​Westfalen dem­nächst informieren.

Unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sol­len ab Montag alle Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wie­der öff­nen dür­fen. Zudem gibt es unab­hän­gig von der Verkaufsfläche Ausnahmen für Kfz-​Händler, Fahrradhändler, Buchhandlungen sowie für Einrichtungsgeschäfte und Babyfachmärkte. Im Übrigen bleibt es auch in die­sem Bereich bei den bis­her gel­ten­den Regelungen.

Im Bereich des Dienstleistungsgewerbes kön­nen sich Friseurbetriebe dar­auf vor­be­rei­ten, unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von per­sön­li­cher Schutzausrüstung den Betrieb ab dem 4. Mai wiederaufzunehmen.

Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie reli­giöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen und die Zusammenkünfte ande­rer Glaubensgemeinschaften sol­len zunächst wei­ter nicht statt­fin­den. Auch Großveranstaltungen, die für die Infektionsdynamik eine große Rolle spie­len, blei­ben min­des­tens bis zum 31. August 2020 unter­sagt. Hierzu wird die Landesregierung zeit­nah detail­lier­tere Informationen herausgeben.

Wir müs­sen uns klar­ma­chen, dass wir diese Epidemie noch längst nicht bewäl­tigt haben. Sie dau­ert an. Deshalb wäre es ein lebens­ge­fähr­li­cher Fehler, wenn wir schon jetzt zu unse­rem gewohn­ten Leben zurück­keh­ren. Auf unbe­stimmte Zeit muss der Ausnahmezustand lei­der zur Gewohnheit wer­den“, erklärt Lierenfeld. Um eine weit­räu­mige Ausbreitung des Virus mög­lichst zu ver­hin­dern, sei es daher gebo­ten, auf pri­vate Reisen und Besuche gene­rell zu ver­zich­ten – auch im Verwandten- und Freundeskreis.

Bürgermeister Erik Lierenfeld beant­wor­tet am Freitag, 17. April, um 17.30 Uhr gemein­sam mit Martina Hermann-​Biert, der Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Familie und Soziales, live auf Facebook die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu den Auswirkungen der neuen Verordnung auf das Leben in Dormagen.

Alle Bürgerinnen und Bürger kön­nen sich zudem mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten tele­fo­nisch unter 02133 257 555 an die Bürger-​Hotline der Stadt wen­den. Die Hotline ist mon­tags bis frei­tags von 8 bis 18 Uhr sowie Samstag von 10 bis 14 Uhr besetzt.

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