Wenn häus­li­che Altenpflege weg­fällt oder Coronakranke Pflegefälle betreut wer­den müssen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Um eine im Zuge der Corona-​Epidemie mög­li­cher­weise künf­tig dro­hende Versorgungslücke in der häus­li­chen Pflege älte­rer Menschen abzu­fe­dern, hat der Rhein-​Kreis Neuss in einer Seniorenwohngemeinschaft in Kaarst-​Büttgen zehn Plätze angemietet.

Dort sol­len pfle­ge­be­dürf­tige Senioren ohne Corona-​Infektion, deren Pflege in den eige­nen vier Wänden nicht mehr sicher­ge­stellt ist, vor­über­ge­hend unter­ge­bracht wer­den können.

Wenn zum Beispiel der ambu­lante Pflegedienst, die Angehörigen oder die ost­eu­ro­päi­sche Pflegekraft nicht mehr zur Verfügung ste­hen, wer­den die bestehen­den Heime im Kreis das nicht alles auf­fan­gen kön­nen”, sagt Kreisdirektor Dirk Brügge, der auch den Corona-​Krisenstab beim Kreis lei­tet. Die pfle­ge­ri­sche Versorgung der dafür jetzt geschaf­fe­nen zehn Wohngemeinschaftsplätze erfolgt über den Betreiber Humanika, mit dem die Betroffenen die Kosten dafür direkt abrech­nen. Ansprechpartner für die Vermittlung in die Wohngemeinschaft sind die Pflegesachverständigen des Kreises unter der Telefon-​Nummer 02181/​601‑5038.

Eine Vorsorgemaßnahme für den Notfall ist die Vorbereitung eines Wohnbereichs im Meridias Rheinstadtpflegehaus in Meerbusch als Isolierstation für bis zu 15 Pflegebedürftige mit begrün­de­tem Verdacht auf bezie­hungs­weise mit einer bestä­tig­ten Corona-​Infektion. Zur Sicherheit der ange­stamm­ten Bewohner wird der Isolationsbereich über einen sepa­ra­ten Zugang ver­fü­gen, und er wird auch nicht durch das Stamm-​Personal der Einrichtung betreut, son­dern von exter­nem Personal, das auch nur über den sepa­ra­ten Zugang auf den Wohnbereich gelangt.

Diese Station”, erläu­tert Kreisdirektor Brügge, „ist als Reserve vor­ge­se­hen, um im Bedarfsfall ins­be­son­dere an COVID 19 erkrankte Pflegebedürftige unter­zu­brin­gen, die bis­her ambu­lant oder von Angehörigen gepflegt wor­den sind und zu Hause nicht mehr blei­ben kön­nen, aber nicht so erkrankt sind, dass sie ins Krankenhaus müss­ten.“ So habe der Kreis die Meridias-​Einrichtung, die noch freie räum­li­che Kapazitäten hatte, um die ent­spre­chen­den orga­ni­sa­to­ri­schen Vorkehrungen gebeten.

Ziel ist es letzt­lich“, so Brügge wei­ter, „Betroffenen zu hel­fen, die Unterstützung benö­ti­gen, und dafür zu sor­gen, dass wir in die­ser beson­de­ren Lage gemein­sam alle Herausforderungen meistern.“

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