Korschenbroich – Ordnungsamt: Bitte auch vor den Ostertagen Ruhe bewahren

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Zwölf Uhr mit­tags in Kleinenbroich: Nicole Dohrenbusch und Marita Graes stei­gen aus dem Auto mit der gro­ßen Aufschrift „Ordnungsamt“. Sie wol­len vor einem Einkaufsmarkt kon­trol­lie­ren, ob die Regeln zur Eindämmung der Corona-​Pandemie ein­ge­hal­ten werden.

Eine unge­wohnte Tätigkeit für die bei­den Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung: Nicole Dohrenbusch küm­mert sich nor­ma­ler­weise im Ordnungsamt u.a. um Gaststättenkonzessionen oder Fragen der Hundehaltung. Marita Graes arbei­tet im Bürgerbüro und ist dort Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger, die bei­spiels­weise ihren Ausweis ver­län­gern oder sich neu in der Stadt anmel­den möchten.

Nun aber arbei­ten sie – vor­läu­fig bis zum 19. April – im Außendienst. „Es sind jeweils zwei Zweierteams im Einsatz. Wir haben dafür zur­zeit 14 Kolleginnen und Kollegen im Wechsel zur Verfügung. Acht kom­men aus unse­rem Amt, sechs aus ande­ren Bereichen“, erklärt Michael Beyer, Leiter des Ordnungsamtes.

Beide stau­nen über die Kreativität der Imbiss-​Stuben, Pizzerien oder auch Einzelhandelsgeschäfte, die ihre Ladenlokale so umge­baut haben, dass sie einen kon­takt­lo­sen Abhol- oder Lieferservice gewähr­leis­ten kön­nen. Besonders her­vor­zu­he­ben: „Die Lebensmittelmärkte haben alles super gere­gelt“, beob­ach­tet Nicole Dohrenbusch, „teils mit eige­ner Security am Eingang und im Kassenbereich, die dar­auf ach­tet, dass man einen Einkaufswagen mit­nimmt und so die Abstände leich­ter ein­hal­ten kann.“ „Oder es gibt sogar lau­fend Durchsagen“, ergänzt Marita Graes, „die die Kundschaft im Laden immer wie­der an die Abstandsregeln erinnern.“

Wir muss­ten ins­ge­samt noch keine Bußgelder wegen Verstößen ver­hän­gen und hof­fen, dass dies auch so bleibt“, so Michael Beyer. Dies unter­strei­chen die bei­den Mitarbeiterinnen vor Ort – vor allem mit Blick auf die Osterfeiertage. „Wir hof­fen sehr, dass die Menschen auch am Gründonnerstag ver­nünf­tig und gedul­dig blei­ben. Wenn sich alle mit Waren für fünf Tage ein­de­cken wol­len, kommt es ganz bestimmt zu lan­gen Warteschlangen und Stress-​Situationen“, so Marita Graes.

Der Amtsleiter hofft dar­über hin­aus, „dass uns die Thematik nicht zu lange beschäf­tigt, da das Tagesgeschäft zur­zeit doch zu wei­ten Teilen uner­le­digt lie­gen bleibt und wir einen Arbeitsanfall vor uns her­schie­ben wer­den, der noch län­ger auf Abarbeitung war­ten wird.“

(462 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)