Korschenbroich – Familienzentren und Kindertagesstätten: Wenig Kinderbetreuung – viel Konzeptarbeit

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Rund 20 Kinder von Eltern aus sys­tem­re­le­van­ten Berufen gehen der­zeit in eine Korschenbroicher KiTa. Die meis­ten Familienzentren und Kindertagesstätten der Stadt sind aktu­ell „kin­der­frei“. Kein Singen, Lachen, Hüpfen, Spielen – es herrscht Stille in den Einrichtungen. 

Aber kein Stillstand. Die Teams nut­zen die Zeit für orga­ni­sa­to­ri­sche Arbeiten, sie erstel­len Bildungsdokumentationen, päd­ago­gi­sche Konzepte, sie ent­wer­fen vor Ort oder im Homeoffice neue Projekte. Über die Homepages bleibt der Enge Kontakt zu den Eltern gewähr­leis­tet. Ganz prak­ti­sche Dinge kön­nen ange­packt wer­den, wie etwa die Neuorganisation der Bastelmaterial-​Räume oder die Vorbereitung der künf­tig zu bepflan­zen­den Hochbeete in der KiTa „Am Hallenbad“.

Für die ver­kürzte Vorbereitungszeit der künf­ti­gen Schulkinder wer­den spe­zi­elle Mappen vor­be­rei­tet sowie Spiele für alle, die eine „Wiedereingewöhnung“ erleich­tern sol­len. Kreativ ist der Kontakt zu den Kids: Sie kön­nen etwa einen bemal­ten Stein vor ihrer KiTa able­gen und bekom­men Anregungen zu einer neuen Bastelarbeit. Das Familienzentrum Pesch bei­spiels­weise hat ein „Durchhalte-​Heft“ mit vie­len Spiel- und Bastelideen an die Kinder herausgegeben.

Alle Einrichtungen ver­fü­gen über ein Bilderbuch, das die Corona-​Krise kind­ge­recht erklärt. Mit einem Durchhalte-​Banner im Außenbereich macht die KiTa Auf den Kempen den Menschen Mut. Leiterin Petra Hoffmann küm­mert sich mit ihrem Team täg­lich um drei bis fünf Kinder, „die es sogar ein Stück weit genie­ßen, das große Reich jetzt für sich alleine zu haben und sich Spiele wün­schen zu kön­nen, bei denen sie sonst viel­leicht eher zu kurz kom­men“. Jeweils zwei Kolleginnen küm­mern sich um die Mini-Gruppe.

Dass die Erzieherinnen Schutzkleidung tra­gen, irri­tiert die Kids nicht. „Sie wur­den zu Hause bes­tens dar­auf vor­be­rei­tet. Überhaupt muss ich die Eltern aus­drück­lich loben, wie schnell sie von jetzt auf gleich auf die Ausnahmesituation reagiert haben und wie toll wir uns hier gegen­sei­tig unter­stüt­zen,“ so Petra Hoffmann. Sie schätzt den inten­si­ven, fachlich-​kollegialen Austausch über päd­ago­gi­sche Fragen. Und freut sich jetzt schon auf ein gro­ßes Fest mit allen Kindern und Eltern, wenn man sich wie­der tref­fen darf.

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