Einblick in die Arbeit des Ärzteteams im Kreishaus: Von der Laborergebnis-​Auswertung bis zur Terminvergabe

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Seit Beginn der Corona-​Pandemie ist im Grevenbroicher Kreishaus nichts mehr wie vor­her. Wer den Schulungsraum in der Kreisverwaltung betritt, hört stän­dig lei­ses Gemurmel:

Bis zu sechs Ärzte und Arzthelferinnen und wei­tere Mitarbeiter des Gesundheitsamtes tele­fo­nie­ren hier gleich­zei­tig. Sie ver­ge­ben Termine für einen Corona-​Test, bera­ten Ärzte und haben einen Blick auf die Ergebnisse, die aus den Laboren kommen.

Insgesamt 12 Mitarbeiter gehö­ren der­zeit zu dem Ärzteteam unter der Leitung von Barbara Albrecht. „Wir arbei­ten seit über einem Monat unter Hochdruck“, berich­tet die Medizinerin, und das jeden Tag in der Woche, auch am Wochenende. Dabei nimmt die Arbeit von Tag zu Tag zu.“ Priorität eins haben die Laborergebnisse, die häu­fig erst abends ein­tru­deln. Besondere Eile ist bei sen­si­blen Gruppen wie Mitarbeitern aus Arztpraxen, Krankenhäusern oder Altenheimen geboten.

Deshalb haben Barbara Albrecht und ihre Kollegin Sabrina Brandt auch nach Feierabend die Testergebnisse im Blick. Unter sofor­tige Quarantäne kom­men sowohl die Personen mit einem posi­ti­ven Test als auch deren Kontaktpersonen. Darum küm­mern sich wie­derum Kollegen vom Ermittlerteam.

Nicht jeder, der nach einem Test fragt, kann getes­tet wer­den. Einzelne Hausärzte tes­ten selbst; oder sie mel­den – wenn dies nicht mög­lich ist – ihre Patienten per Fax beim Kreis-​Gesundheitsamt für den Test an. „Am bes­ten mel­den sich Menschen mit Corona-​Symptomen, die sich tes­ten las­sen wol­len, zunächst bei ihrem Hausarzt“, sagt Barbara Albrecht. Sie soll­ten die­sen zunächst tele­fo­nisch um Rat bit­ten und die Arztpraxis nur mit Anmeldung auf­su­chen. In Einzelfällen füh­ren die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes auch mobile Tests bei Patienten zum Beispiel in Pflegeheimen durch.

Häufig fra­gen Bürger an der Hotline des Kreis-​Gesundheitsamtes, ob sie sich tes­ten las­sen kön­nen. Dort wer­den sie erfasst; im Anschluss ent­schei­den Ärzte, bei wel­chen Personen ein Test sinn­voll ist. Barbara Albrecht erklärt: „Getestet wer­den kann nur unter bestimm­ten Voraussetzungen. Und zwar in begrün­de­ten Verdachtsfällen – näm­lich dann, wenn die Betroffenen typi­sche Symptome auf­wei­sen und Kontakt mit einem nach­weis­lich Infizierten hat­ten oder Symptome haben und zu einer Risikogruppe gehö­ren“, erläu­tert die Ärztin. „Dabei rich­ten wir uns nach den Vorgaben des Robert-​Koch-​Instituts und nach den Entscheidungen unse­res Krisenstabs.“

Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke betont: „Der höchst­mög­li­che Schutz der Kreisbevölkerung ist unsere zen­trale Aufgabe. Dafür arbei­ten unsere Mitarbeiter in die­sen Wochen mit gro­ßem per­sön­li­chen Engagement und hoher Professionalität.“ Er fügt hinzu, dass es wich­tig sei, so viel wie mög­lich zu tes­ten. Deshalb habe der Kreis die Kapazitäten in den Testzentren in Neuss und Grevenbroich in den letz­ten Tagen und Wochen deut­lich erwei­tert. Bis zu 1 300 Tests wer­den ab sofort pro Woche durch­ge­führt. Der Rhein-​Kreis Neuss betreibt die bei­den Testzentren in Kooperation mit den Kommunen, den nie­der­ge­las­se­nen Ärzten, der kas­sen­ärzt­li­chen Vereinigung und dem DRK, Kreisverband Neuss.

Fragen rund um das Thema Corona wer­den auf der Homepage des Rhein-​Kreises Neuss unter www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​c​o​r​ona beant­wor­tet. Darüber hin­aus kön­nen Anrufer wich­tige Fragen bei der kos­ten­lo­sen Hotline des Kreis-​Gesundheitsamtes unter der Telefonnummer 02181 601–777 mon­tags bis frei­tags von 8 bis 18 Uhr sowie sams­tags und sonn­tags von 9 bis 18 Uhr stellen.

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