Kulturzentrum Zons: Freude beim Kreis über Finanzspritzen des Landschaftsverbands

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Mit gro­ßer Freude ist beim Rhein-​Kreis Neuss die Nachricht auf­ge­nom­men wor­den, dass der Landschaftsverband Rheinland (LVR) Finanzspritzen für sein Kulturzentrum in Dormagen-​Zons gewährt. 

Konkret geht es um Zuschüsse für die Digitalisierung und Erschließung der Bibliotheksbestände sowie zur Realisierung einer Dauerausstellung zum Themenkreis „Neue deut­sche Dialektdichtung“.

Auf unse­rer Burg Friedestrom lagern biblio­the­ka­ri­sche Schätze, die jetzt im Rahmen eines drei­jäh­ri­gen Projekts auf­ge­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Dafür sind wir sehr dank­bar“, so Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Über diese Laufzeit hin­weg unter­stütze die Regionale Kulturförderung des LVR das Vorhaben mit 30 000 Euro im Jahr. „Der Landschaftsverband för­dert damit ein institutionen- und spar­ten­über­grei­fen­des Vorhaben, das nicht nur die erst­ma­lige Erfassung der Bestände beinhal­tet, son­dern auch die Grundlage für einen künf­ti­gen gemein­sa­men Bibliotheksbetrieb legt“, erklärt Petrauschke.

Zum Zonser Kulturzentrum gehö­ren das Archiv im Rhein-​Kreis Neuss, das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ sowie das Kreismuseum. Neben wis­sen­schaft­li­chen, hei­mat­kund­li­chen und mundart-​bezogenen Veröffentlichungen lagern im Archiv auch biblio­phile Werke, die vor 1800 gedruckt wur­den. Das Kreismuseum ver­wahrt umfang­rei­che Literatur vor allem zu den Sammlungsschwerpunkten des Hauses.

Das avi­sierte Projekt sieht vor, die Büchereien nach wis­sen­schaft­li­chen Standards zu erfas­sen, zusam­men­zu­le­gen und auch für Besucherinnen und Besucher sowie für wis­sen­schaft­li­che Zwecke zugäng­lich zu machen. Außerdem sol­len Werke und Standorte digi­tal recher­chier­bar gemacht wer­den. Während der Öffnungszeiten soll der Bestand im Erweiterungsbau des Archivs im Rhein-​Kreis Neuss ein­seh­bar sein. Davon wer­den nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen, son­dern auch Studenten, Heimatforscher und Wissenschaftler profitieren.

Weitere 50.000 Euro bewil­ligte der LVR für eine Dauerausstellung über „Neue deut­sche Dialektliteratur“. Dort, wo sich heute noch Büro- und Benutzerräume befin­den, wer­den nach dem Umzug des Archivs im Rhein-​Kreis Neuss in den Neubau auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Bürgerhauses Ausstellungsflächen ent­ste­hen, in denen das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ seine Schätze mul­ti­me­dial zei­gen wird.

Der Landschaftsverband hat die Arbeit des Mundartarchivs stets wohl­wol­lend beglei­tet, und das nicht zuletzt mit sei­ner Sprachabteilung, die auch das neu­er­li­che Projekt unter­stüt­zen wird. Georg Cornelissen, Leiter der Abteilung Alltagskultur und Sprache beim LVR, nennt die geplante Ausstellung „eine super Idee, die viele neue Leute an den Dialekt her­an­füh­ren kann“.

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