Entlastung für Hausärzte und Kliniken: Kreis, Stadt und Ärzteschaft star­ten Fieber-​Notfallpraxis in Neuss

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber

Weitere Infos hier oder hier:


Lokale Nachrichten aus und für den Rhein-Kreis Neuss
Ihre Unterstützung sichert den Fortbestand unabhängiger Lokalnachrichten von Klartext-Ne.de
€20,00
€50,00
€100,00
Powered by

Neuss – Eine von Rhein-​Kreis Neuss und Stadt Neuss gemein­sam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und den nie­der­ge­las­se­nen Ärzten im Zuge der Corona-​Maßnahmen vor­an­ge­trie­bene Fieber-​Notfallpraxis nimmt am 1. April in den Räumlichkeiten der ehe­ma­li­gen Flüchtlingsunterkunft am Nordbad in Neuss – über der dor­ti­gen Test-​Stelle – den Betrieb auf.

Die Leitung über­nimmt der Neusser Lungenfacharzt Dr. Johannes Uerscheln. Den Aufbau der kreis­weit zustän­di­gen Einrichtung koor­di­niert beim Rhein-​Kreis Neuss Dezernent Harald Vieten.

Neben den bereits eta­blier­ten Corona-​Teststellen in Neuss und Grevenbroich soll die Fieber-​Notfallpraxis zur wei­te­ren Entlastung im stark gefor­der­ten Gesundheitssystem bei­tra­gen, ins­be­son­dere für nie­der­ge­las­sene Ärzte, den kas­sen­ärzt­li­chen Bereitschaftsdienst und die Notaufnahmen in den Krankenhäusern.

Der Rhein-​Kreis Neuss als zustän­dige Behörde für den Katastrophenschutz stellt zum Beispiel Schutzausrüstung und über­nimmt die Kosten für das nicht­ärzt­li­che Personal, die Stadt Neuss wie­derum stellt Räumlichkeiten, Einrichtung, WLAN und Security. Die Kassenärztliche Vereinigung über­nimmt unter ande­rem Teile der Technik, das DRK unter­stützt logis­tisch.

Von einem sehr guten Ansatz, um Engpässe bei nie­der­ge­las­se­nen Ärzten vor­zu­beu­gen und dafür zu sor­gen, dass die Patienten auch zum rich­ti­gen Zeitpunkt ins Krankenhaus kom­men, spre­chen Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke und der Neusser Bürgermeister Rainer Breuer. „Wir wol­len und dür­fen nicht abwar­ten, bis vie­les nicht mehr geht. Unser Gesundheitssystem muss wei­ter in der Lage blei­ben, allen Akutfällen sowie all den Diabetikern, Herz- und Lungenkranken oder Krebspatienten die erfor­der­li­che ärzt­li­che Versorgung offen zu hal­ten.”

Zugang zu der Notfallpraxis bekom­men nur Patienten mit fie­ber­haf­tem Infekt oder deut­li­chen Erkältungsbeschwerden – und dies auch nur nach vor­he­ri­ger Anmeldung oder Überweisung durch eine Arztpraxis”, erläu­tert Dr. Uerscheln. Wer nur leichte Erkältungssymptome hat oder nur den Verdacht hegt, sich mit dem Corona-​Virus infi­ziert zu haben, müsse abge­wie­sen wer­den.

Zur Erleichterung der Anmeldung in der Fieber-​Notfallpraxis durch die Haus- und Fachärzte arbeite man auch schon an der Einrichtung eines Online-​Kalenders zur Terminreservierung.

(796 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)