Schul- und KiTa-Assistent(inn)en der Lebenshilfe Neuss bedroht

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Das Corona-​Virus und die damit ein­her­ge­hen­den Schutzmaßnahmen stel­len gemein­nüt­zige Unternehmen, die gerade zur Stärkung der Gesellschaft in Krisenzeiten beson­ders gefor­dert sind, unter harte Bewährungsproben. 

Auch die Lebenshilfe Neuss ist davon ein­schla­gend betrof­fen. Seit der Schul- und KiTa-​Schließung ab Montag, dem 16. März, sind 92 Schul- und KiTa-Assistent(inn)en der Offenen Hilfen der gemein­nüt­zi­gen GmbH nicht mehr im Einsatz.

Die Refinanzierung – bei den Schul-Assistent(inn)en durch den Rhein-​Kreis Neuss sowie durch die Jugendämter Stadt Neuss und Stadt Meerbusch, bei den KiTa- Assistent(inn)en durch den LVR – ist immer schon unge­nü­gend gere­gelt, da diese nur für tat­säch­lich geleis­tete Stunden greift. Ist ein Kind krank oder aus ande­ren Gründen nicht in der Schule oder der Einrichtung, ent­fällt diese.

Daher setzt auch jetzt die Refinanzierung durch die Schul- und KiTa-​Schließung mit sofor­ti­ger Wirkung aus. Stellt der LVR noch Ausgleichszahlungen nach Ausschöpfung der Landes- und Bundesprogramme, wie Kurzarbeit, in Aussicht, so blieb vom Rhein-​Kreis Neuss die Zusage aus, die bereits eta­ti­sier­ten Mittel wei­ter­zu­zah­len, wie es bei­spiels­weise das Land für die KiTa-​Pauschalen erklärt hatte. 

Schutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Eine Belastung, die für die Lebenshilfe Neuss gGmbH nicht trag­bar ist. Um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trotz der pro­ble­ma­ti­schen Refinanzierungslage durch Verträge mit Sozialversicherung und Festgehalt abge­si­chert sind, nun vor Entlassungen zu schüt­zen, hat das Unternehmen zusam­men mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit für die betrof­fe­nen Assistent(inn)en ausgearbeitet.

Alle Betroffenen wur­den am ver­gan­ge­nen Montag umfas­send über Telefon, Mail und zudem per Post infor­miert, auch um ihnen zusätz­li­che Unterstützungsmöglichkeiten auf­zu­zei­gen. Die Kurzarbeit greift zudem erst ab dem 25. März und nicht ab Beginn der Schul- und KiTa-​Schließungen vor ein­ein­halb Wochen.

Betreuungskonstanz für Kinder

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeu­tet dies ein Bezug von 60 Prozent (für Mitarbeiter/​-​innen ohne Kinder) bzw. 67 Prozent (für Mitarbeiter/​-​innen mit Kind) des Nettogehalts, das von der Bundesagentur für Arbeit über­nom­men wird. Um den finan­zi­el­len Schaden für ihre Mitarbeiter/​-​innen mög­lichst gering zu hal­ten, erhöht die Lebenshilfe Neuss bis auf Weiteres aus eige­nen Mitteln auf 80 Prozent. „Die Verbundenheit unse­rer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns sehr am Herzen“, erklä­ren Gesine Eschenburg und Winfried Janßen, Geschäftsführer der Lebenshilfe Neuss gGmbH.

Uns ist es wich­tig, hier auch in schwie­ri­ger finan­zi­el­ler Lage einen Akzent zu set­zen.“ Denn nicht nur die Zufriedenheit und Absicherung der Mitarbeiter/​-​innen sei ein Garant für die hohe Qualität der erbrach­ten Leistungen. Gerade für die Kinder ist die Betreuung durch kon­stante Bezugspersonen ein deut­li­cher Zugewinn.

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