Neuss – Hinweise bei vor­über­ge­hen­den Stilllegung von Trinkwasserinstallationen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – (Stadtwerke Neuss) Wenn Leitungen über einen län­ge­ren Zeitraum nicht genutzt wer­den kön­nen, soll­ten ver­schie­dene Regeln beach­tet werden. 

Im Zuge der Maßnahmen gegen das Coronavirus kön­nen der­zeit Gebäude oder Gebäudeeinheiten über eine län­gere Zeit nicht genutzt wer­den, wie zum Beispiel Betriebe, Schulen, Ferienwohnungen oder Geschäfte. Entsprechend wer­den auch die Trinkwasserleitungen in die­sen Gebäuden oder Wohnungen nicht so häu­fig wie sonst genutzt.

Um die Qualität des Trinkwassers wei­ter­hin sicher zu stel­len, soll­ten ver­schie­dene Regeln beach­tet wer­den. „Bei einer mehr­wö­chi­gen Betriebsunterbrechung steht das Wasser in den Leitungen. Damit steigt das Risiko, dass sich mikro­bielle Keime wie Legionellen im Trinkwasser ansie­deln kön­nen“, erklärt Stefan Alef, Leiter Anlagenplanung und ‑betrieb bei den Stadtwerken Neuss.

Wer seine Hausinstallation gemäß der Deutschen Trinkwasserverordnung wei­ter­be­trei­ben möchte, muss des­halb seine Leitungen regel­mä­ßig durch­spü­len. Mindestens alle sie­ben Tage, bes­ser alle drei Tage soll­ten dazu alle Wasserhähne ein­mal auf­ge­dreht werden.

Zum Spülen am bes­ten ein­mal kal­tes und ein­mal hei­ßes Wasser so lange durch die Leitungen lau­fen las­sen, bis eine kon­stante Temperatur erreicht ist“, rät Alef. „Dabei sollte das heiße Wasser eine Temperatur von min­des­tens 55 Grad Celsius errei­chen, um eine Vermehrung von Bakterien zu ver­hin­dern. Auch Duschen und Toiletten soll­ten gespült wer­den.“ Spezielle Spülventile kön­nen hel­fen, diese Vorgänge auto­ma­tisch auszulösen.

Detaillierte Informationen und Tipps zum Thema – auch bei län­ger andau­ern­den Außerbetriebnahmen von Trinkwasserinstallationen – bie­tet der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) auf sei­ner Internetseite hier. (pdf)

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