Paritätischer schlägt Alarm: Soziale Dienste sol­len wider Erwarten nicht unter Corona-​Schutzschirm fallen

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Klartext​.NRW – Nach Informationen, die dem Paritätischen Wohlfahrtsverband vor­lie­gen, sol­len wider Erwarten soziale Dienste nicht unter den neuen Corona-​Schutzschirm fal­len, der am Montag im Kabinett beschlos­sen wird. 

Das Vorhaben des Bundesarbeitsministeriums, gemein­nüt­zi­gen sozia­len Einrichtungen coro­nabe­dingt exis­ten­zi­ell not­wen­dige Hilfen zu gewäh­ren, wird inner­halb der Bundesregierung offen­bar blo­ckiert. Der Paritätische warnt, dass ohne ent­spre­chende staat­li­che Soforthilfe eine Insolvenzwelle sozia­ler Einrichtungen inner­halb kür­zes­ter Zeit droht.

Wir haben über­haupt kein Verständnis dafür, wenn wis­sent­lich die Auflösung sozia­ler Infrastruktur in Kauf genom­men wird und soziale Dienste bei dem Corona-​Schutzschirm außen vor­ge­las­sen wer­den. Dass aus­ge­rech­net in dem Bereich, wo es um Hilfe und Schutz für die Schwächsten in die­ser Gesellschaft, wo es um Wohlfahrt und Fürsorge geht, staat­li­che Hilfe in die­ser Krisenzeit durch Teil der Bundesregierung blo­ckiert wer­den, ist ein Skandal“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

Es geht hier um soziale Dienste von der Altenhilfe bis zur Kita, um Bildungs‑, Beratungs- und Hilfsangebote für benach­tei­ligte Menschen und Menschen in exis­ten­zi­el­len Notlagen. Und es geht letzt­lich auch um das Fortbestehen unse­res Sozialstaats und einer sozia­len soli­da­ri­schen Bürgergesellschaft auch über die Krise hinaus.“

Der Verband warnt vor einer Insolvenzwelle sozia­ler Einrichtungen inner­halb kür­zes­ter Zeit. „Soziale Dienste aller Art müs­sen zwin­gend mit unter den Rettungsschirm, den diese Bundesregierung gerade für Milliarden Euro spannt“, so Schneider.

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