Auch in der Krisenzeit für Bedürftige da – St. Augustinus Gruppe bie­tet Suppenküche to go

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Freitagmittag, 12,45 Uhr: Vor dem Gebäude der Suppenküche der St. Augustinus Gruppe geht der Betrieb wei­ter – aus Sicherheitsgründen nicht mehr drin­nen, son­dern draußen. 

Die Helfer ver­tei­len gedul­dig war­men Wirsingeintopf und Lasagne. Dazu gibt es Joghurt, Brot und hei­ßen Kaffee. Vieles ist anders als sonst. Die Ehrenamtler und auch die Mitarbeiter tra­gen zum Teil Mundschutz, alle sind mit Plastikschürzen und Handschuhen aus­ge­stat­tet und die Speisen gibt es nur noch in Behältern zum Mitnehmen und nicht mehr am Tisch – all das sind Schutzmaßnahmen, um eine mög­li­che Ansteckung mit dem Corona-​Virus zu verhindern.

Viele Bedürftige nut­zen das Angebot gerade jetzt und ste­hen mit Abstand in der Schlange, um ihre ein­zige warme Mahlzeit des Tages zu bekom­men. „Ihre Not ist durch die Corona-​Krise nur grö­ßer gewor­den. Die Tafeln haben geschlos­sen, einige Ehrenamtler zie­hen sich zurück – aus Sorge, sich anzu­ste­cken“, erklärt Karl-​Heinrich Bertelmann-​Ginster, Einrichtungsleiter der St. Augustinus Behindertenhilfe. Andere machen trotz der Umstände weiter.

Wenn wir nicht wären, was bekä­men diese Menschen dann noch zu essen?“, erklärt Miroslaw Dorosz sein Engagement als Bereichsleiter und Koordinator.

Jeden Wochentag ste­hen er sowie Joachim Reichmuth und wei­tere Ehrenamtler an den Töpfen und ver­tei­len warme Mahlzeiten. Das Mittagessen wird frisch im Johannes von Gott Haus zube­rei­tet. Seit rund zwei Jahren gibt es das Angebot, das in Kooperation der Seniorenhilfe, der Behindertenhilfe und des Alexius/​Josef Krankenhauses fort­ge­führt wird. Zuvor haben die Alexianerbrüder die täg­li­che Versorgung der Bedürftigen über viele Jahrzehnte übernommen.

Heute sind die Sorgen bei allen beson­ders groß. „Wir ver­su­chen den Betrieb so gut es geht auf­recht zu erhal­ten. Wenn die Ausgangssperre kommt, wer­den wir mit der Stadt abstim­men, wie unser Angebot zur Versorgung der Bedürftigen wei­ter aus­se­hen kann“, sagt Bertelmann-​Ginster. Diese Unsicherheit mache auch den Wohnungslosen zu schaf­fen. Und der Bedarf sei groß: 60 Portionen gehen momen­tan täg­lich raus. „Diese Not treibt uns an. Wir wol­len diese Menschen nicht sich selbst über­las­sen“, so die Helfer.

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