NGG ver­langt höhe­res Kurzarbeitergeld – Corona-​Schutzschirm für 6.700 Beschäftigte im Gastgewerbe gefordert

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Leere Hotels, geschlos­sene Restaurants: Das neu­ar­tige Coronavirus trifft im Rhein-​Kreis Neuss die 670 Betriebe im Gastgewerbe beson­ders hart und damit auch die rund 6.700 Arbeitnehmer der Branche. 

Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-​Genuss-​Gaststätten (NGG) hin – und for­dert einen Corona-​Schutzschirm. „Die meis­ten Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellten müs­sen jetzt zuhause blei­ben. Zwar kön­nen sie Kurzarbeitergeld bekom­men. Das liegt aber nur bei 60 Prozent (Eltern: 67 Prozent) des ohne­hin oft gerin­gen Einkommens.

Für viele Betroffene geht das an die Existenz“, sagt Karim Peters von der NGG-​Region Krefeld-​Neuss. Die Gewerkschaft ruft des­halb den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dazu auf, per Tarifvertrag eine deut­li­che Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die Branche auf den Weg zu bringen.

Bislang habe der Dehoga dies jedoch abge­lehnt, kri­ti­siert Peters. „Es kann nicht sein, dass Gastwirte und Hotelbesitzer nach Milliardenhilfen vom Staat rufen, aber auf der ande­ren Seite ihre Beschäftigten im Regen ste­hen las­sen.“ Ziel müsse sein, die Einbußen für Arbeitnehmer so gering wie mög­lich zu hal­ten und Arbeitsplätze in der Krise zu sichern. Wie das gehen könne, hät­ten die Unternehmen in der Systemgastronomie (McDonald’s, Burger King, Nordsee) gezeigt. Zusammen mit der NGG hat sich die Branche am Dienstag auf eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent des Nettolohns geeinigt.

Das neue Kurzarbeitergeld wurde in der ver­gan­ge­nen Woche im Rekordtempo von Bundestag und Bundesrat ver­ab­schie­det. Danach über­nimmt die Bundesagentur für Arbeit rück­wir­kend ab März die Sozialversicherungsbeiträge für Betriebe, in denen min­des­tens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betrof­fen sind. Außerdem sagte die Bundesregierung betrof­fe­nen Firmen groß­zü­gige Kredite zu. „Gastronomen und Hoteliers soll­ten einen Teil der Hilfen für die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ein­set­zen. Damit kön­nen auch Fachkräfte gehal­ten wer­den – die man nach dem Ende der Corona-​Pandemie wie­der braucht“, so Peters.

Was Beschäftigte jetzt wis­sen müs­sen – von der Kinderbetreuung bis zur Lohnfortzahlung – hat die NGG im Netz zusam­men­ge­fasst: www​.ngg​.net/​c​o​r​ona

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