Kaarst: Kinderbetreuung wird ausgeweitet

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Der Anspruch auf die Notbetreuung von Kindern in Kindertagesstätten/​in der Kindertagespflege und in den Schulklasse 1 bis 6 wird ab Montag, 23. März 2020, ausgeweitet. 

Diese Entscheidung hat das NRW-​Schulministerium und das NRW-​Familienministerium ges­tern Abend mit­ge­teilt. Für die Kaarster Familien bedeu­tet dies: Sobald ein Elternteil beruf­lich eine soge­nannte Schlüsselposition beklei­det, besteht ein Betreuungsanspruch. Bisher muss­ten beide Elternteile eine sol­che Position nachweisen.

Auch eine Betreuung an den Wochenenden wird sicher­ge­stellt. Die Stadt Kaarst hat heute in Abstimmung mit den Schulleitungen und den Trägern der Kindertageseinrichtungen die Umsetzung der Neuregelung eingeleitet.

Die Erfahrungen der ver­gan­ge­nen Tage zei­gen, dass die bestehende Regelung in ganz vie­len Familien dazu geführt hat, dass aus­ge­rech­net die Pflegekraft, die Krankenschwester oder sogar die Ärztin zu Hause geblie­ben sind. Dies kön­nen wir uns in der Krise nicht leis­ten. Deshalb ist die neue Regelung nicht nur eine Entlastung für die betrof­fe­nen Familien, son­dern auch für unsere wich­tige Infrastruktur“, sagt Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus.

Sie mahnt aber zu einem maß­vol­len Umgang: „Unser obers­tes Ziel bleibt die Eindämmung des Virus. Ich appel­liere an alle Eltern: Bitte gehen Sie gemein­sam mit Ihrem Arbeitgeber ver­ant­wor­tungs­voll mit dem Angebot um. Nehmen Sie die Notbetreuung nur in Anspruch, wenn andere Lösungen aus­ge­schlos­sen sind.“

Kita/​Kindertagespflege
Anspruch auf einen Betreuungsplatz hat jede Familie, in der ein Elternteil in kri­ti­scher Infrastruktur tätig ist. Diese Person muss eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vor­le­gen. Das Betreuungsangebot gilt unab­hän­gig von der fami­liä­ren Situation, wenn die Betreuung nicht ander­wei­tig ver­ant­wor­tungs­voll orga­ni­siert wer­den kann. Alleinerziehende, die in kri­ti­scher Infrastruktur tätig sind, brau­chen neben der Arbeitgeberbescheinigung keine wei­te­ren Nachweise zu erbringen.

Die Betreuung wird in den Einrichtungen oder Kindertagespflegestellen erfüllt, mit denen die Eltern einen Betreuungsvertrag haben. Ein Betreuungsanspruch besteht aber auch dann, wenn bis­her kein Betreuungsvertrag bestand. In die­sem Fall wen­den sich die Eltern bit­ten an das Kaarster Jugendamt. Das Jugendamt wird auch dann eine Betreuung ver­mit­teln, wenn bspw. Die Tagespflege eine Betreuung ablehnt.

Die Betreuung am Wochenende wird ab dem 23.03.2020 sichergestellt.

Das not­wen­dige Formular zum Ausfüllen für den Arbeitgeber ist auf www​.kaarst​.de abge­legt und ausdruckbar

Schulen
Anspruch Analog zur Regelung in den Kitas/​Kindertagespflege besteht ein Betreuungsanspruch, wenn ein Elternteil in Berufen im Bereich der kri­ti­sche Infrastruktur tätig ist. Dies gilt nur dann, wenn eine ander­wei­tige Betreuung nicht geleis­tet wer­den kann.

Ganztag Zudem ist es ab sofort uner­heb­lich, ob das Kind im nor­ma­len Schulbetrieb einen Platz in der Ganztagsbetreuung hatte. Für Kinder von min­des­tens einem Elternteil aus Schlüsselpositionen wird bei Bedarf eine Betreuung bis in den Nachmittag gewähr­leis­tet. (8.00 Uhr – max. 16.30 Uhr)

Wochenende Zudem steht ab dem 23. März 2020 die Notbetreuung bei Bedarf an allen Tagen der Woche, also auch sams­tags und sonn­tags, und in den Osterferien mit Ausnahme von Karfreitag bis Ostermontag zur Verfügung.

Das not­wen­dige Formular zum Ausfüllen durch den Arbeitgeber wird auf www​.kaarst​.de bereitgestellt.

Schlüsselpositionen
Die Übersicht der Schlüsselpositionen ist auf den Seiten des NRW-​Gesundheitsministeriums zu finden. 

https://​www​.mkffi​.nrw/​p​r​e​s​s​e​m​i​t​t​e​i​l​u​n​g​/​n​e​u​e​-​l​e​i​t​l​i​n​i​e​-​b​e​s​t​i​m​m​t​-​p​e​r​s​o​n​a​l​-​k​r​i​t​i​s​c​h​e​r​-​i​n​f​r​a​s​t​r​u​k​t​u​ren

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