Rhein-​Kreis Neuss: Sozialhilfe-​Anträge sol­len wegen Corona groß­zü­gig bear­bei­tet werden

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Rhein-​Kreis Neuss – Anträge auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie andere Arten der Sozialhilfe sol­len in der Corona-​Krise „nie­der­schwel­lig” ermög­licht werden. 

Das geht aus einer soge­nann­ten Rundverfügung des Rhein-​Kreises Neuss her­vor, die Dirk Brügge unter­zeich­net hat. „Wir hel­fen damit den Menschen in unse­rer Heimat, damit sie neben den Ängsten um die Gesundheit nicht noch Ängste ums wirt­schaft­li­che Überleben aus­ste­hen müs­sen”, so der Kreisdirektor und Sozialdezernent.

Adressaten der Rundverfügung sind die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Sozialämter an Rhein und Erft und das Jobcenter. Das neue Verfahren zur Bearbeitung von Leistungsvoraussetzungen nach dem Vierten Kapitel SGB XII gilt bis zum 19. April.

Die Anträge... oder deren Weiterbewilligungen sol­len der­zeit nicht abge­lehnt oder ver­sagt wer­den, wenn die ent­spre­chen­den Nachweise noch nicht vor­lie­gen. Es wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Grundsicherungsleistungen form­los bean­tragt wer­den kön­nen”, schreibt Brügge an die zustän­di­gen Behörden. Sicherzustellen sei, „dass die leis­tungs­be­rech­tig­ten Personen in der der­zei­ti­gen Situation auf­grund von ihnen nicht zu ver­tre­ten­den Gründen höhe­rer Gewalt auf kei­nen Fall Leistungsverschlechterungen oder ‑ver­zö­ge­run­gen hin­neh­men müssen”.

Das gelte etwa dann, wenn dem risi­ko­be­trof­fe­nen Personenkreis in Anbetracht der Lage nicht zuge­mu­tet wer­den kann, Unterlagen und Nachweise zu beschaf­fen und diese bei den Trägern der Sozialhilfe ein­zu­rei­chen. Persönliche Vorsprachen sol­len mög­lichst ver­mie­den und vor­ran­gig tele­fo­nisch durch­ge­führt werden.

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