Kaarster Soforthilfe für Unternehmen

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Die Entscheidungen zur Eindämmung des Corona-​Virus stel­len auch die Kaarster Wirtschaft zuneh­mend vor betriebs­wirt­schaft­li­che Probleme.

Hierzu gehö­ren der Einnahmenausfall, Krankheiten oder Quarantäne bei Beschäftigten, unter­bro­chene Lieferketten und weg­bre­chende Absatzmärkte. Durch die heute in Kraft getre­tene Schließung gro­ßer Teile des Einzelhandels hat sich die Situation noch ein­mal verschärft.

Die Stadt Kaarst wird die lokale Wirtschaft mit allen zur Verfügung ste­hen­den Mitteln stüt­zen. Wirtschaftsdezernent und Kämmerer Stefan Meuser hat des­halb in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und dem Bereich Finanzen Sofortmaßnahmen beschlos­sen, um die Liquidität der betrof­fe­nen Unternehmen in der Stadt Kaarst zu verbessern.

Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus ist opti­mis­tisch, dass die Kaarster Wirtschaft gut über­steht: „Es wer­den har­ten Wochen und Monate. Aber der Standort ist gut auf­ge­stellt und wir haben für die Anliegen der Unternehmen ein offe­nes Ohr.“

Steuern/​Abgaben
Bei ein­bre­chen­den Einnahmen kön­nen Anträge auf die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen (Gewerbe- und Vergnügungssteuer) für das lau­fende Jahr 2020 gestellt wer­den. Die Steuervorauszahlungen wer­den dann unkom­pli­ziert und zeit­nah her­ab­ge­setzt, damit die Liquiditätssituation sich schnellst­mög­lich ver­bes­sern kann. Bei allen, von der Stadt Kaarst erho­be­nen Steuern und Abgaben kön­nen Stundungen für zunächst vier Monate gewährt werden.

Dabei kön­nen auch die Stundungszinsen erlas­sen wer­den. Hierfür ist ein Antrag unter Angabe des Stundungszeitraumes erfor­der­lich. Durch diese Maßnahme wird der Zeitpunkt der Steuerzahlung hin­aus­ge­scho­ben und die Liquidität verbessert.

Mahnung/​Vollstreckung
Drohende Mahn- und Vollstreckungsmaßnahmen kön­nen auf Antrag zunächst für ein hal­bes Jahr aus­ge­setzt wer­den. Hierbei kön­nen Nebenforderungen, wie die Mahngebühren und Säumniszuschläge erlas­sen wer­den. Durch die­ses Vorgehen wird der städ­ti­sche Haushalt zusätz­lich belastet.

Doch Wirtschaftsdezernent und Kämmerer Stefan Meuser sieht drin­gen­den Handlungsbedarf: „Langfristig wäre der Schaden für die Stadt grö­ßer, wenn unsere Unternehmen in die Insolvenz lau­fen. Wir müs­sen die Betriebe und Arbeitsplätze schüt­zen. Deshalb rich­ten sich die beschrie­be­nen Hilfen auch aus­drück­lich nur an Unternehmen, die durch die Corona-​Pandemie beson­ders betrof­fen sind.“

Zusätzlich zu den Liquiditätshilfen will die Stadt Kaarst auch all jenen Unternehmern eine Hilfestellung bie­ten, die ihr Geschäft wäh­rend der Corona-​Krise umge­stellt oder ver­än­dert haben. Beispielsweise Buchhandlungen, die wei­ter­hin Buchbestellungen ent­ge­gen­neh­men und aus­lie­fern. „Wir wer­den einen zen­tra­len Marktplatz für diese Unternehmen auf der städ­ti­schen Homepage anbieten.

Alle Kaarster Unternehmen haben die Möglichkeit, dort über ihre ange­pass­ten Geschäftstätigkeiten zu infor­mie­ren. Viele von Ihnen haben bei­spiels­weise einen Abhol- und Lieferservice ein­ge­rich­tet. Einige haben einen Online-​Shop. Wir möch­ten diese Geschäftsumstellungen bzw. die Fortsetzung des Betriebes sam­meln, bün­deln und bekannt machen“, sagt Wirtschaftsförderer Christoph Schnier.

Liquiditätssicherung
Die jewei­li­gen Anträge sind schrift­lich mit ent­spre­chen­der Begründung (Darlegung der Betroffenheit) an die Abteilung Steuern und Abgaben im Bereich Finanzen zu rich­ten. E‑Mail: steuern@kaarst.de

Marktplatz
Senden Sie eine kurze Mail an die Wirtschaftsförderung mit fol­gen­dem Inhalt: Name des Unternehmens, Branche, Kontaktdaten, Internetseite (Online Shop) und vor allem Ihre aktu­ell ange­passte Serviceleistung. E‑Mail: wirtschaftsfoerderung@kaarst.de

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