Dormagen: Coronavirus: Was Sie jetzt beach­ten müs­sen

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Dormagen – Seit Wochenbeginn über­schla­gen sich die Meldungen zum Coronavirus und den zur Vermeidung der wei­te­ren Ausbreitung ergrif­fe­nen Maßnahmen. Es gibt mitt­ler­weile die ers­ten bestä­tig­ten Fälle in Dormagen.

Dennoch wird die Krise offen­bar noch immer unter­schätzt”, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Die wirk­samste Maßnahme, um Infektionen zu ver­rin­gern ist es, die Distanz zwi­schen den Menschen zu erhö­hen. Das ist bis­lang lei­der noch nicht in dem Maße gelun­gen, wie es not­wen­dig wäre.

Deshalb noch ein­mal mein Appell: Bleiben Sie zu Hause! Vermeiden Sie soziale Kontakte soweit das irgend­wie mög­lich ist. Handeln Sie ver­ant­wor­tungs­voll und schüt­zen Sie die­je­ni­gen, die beson­ders gefähr­det sind: Lebensältere und vor­er­krankte Mitbürger.”

Klar ist, dass die Coronakrise unse­ren Alltag auf unbe­stimmte Zeit ver­än­dern wird. Hier ein Überblick über die aktu­el­len Maßnahmen:

Rathaus und Politik
Ab Dienstag, 17. März, ist die gesamte Stadtverwaltung ein­schließ­lich aller städ­ti­schen Einrichtungen für den Publikumsverkehr geschlos­sen. Bei drin­gen­den Anliegen kön­nen die Dormagener Bürgerinnen und Bürger tele­fo­nisch bei der Bürger-​Hotline unter 02133 257 555 oder per E‑Mail an termin@stadt-dormagen.de einen Terminwunsch hin­ter­le­gen.

Die zustän­di­gen Fachbereiche wer­den nach Dringlichkeit ent­spre­chende Termine für Behördengänge ver­ge­ben. Alle Sitzungen der poli­ti­schen Gremien und Arbeitskreise wer­den zunächst bis zum Ende der Osterferien aus­ge­setzt.

Schule, Kitas und Kindertagesbetreuung
Seit Montag, 16. März, sind alle Schulen und Kitas vor­erst bis zum 19. April geschlos­sen. Lediglich für Kinder einer spe­zi­el­len Personengruppe, die beruf­lich Verantwortung für die kri­ti­sche Infrastruktur in der Corona-​Krise tra­gen, wird eine Notbetreuung ange­bo­ten. Eltern, die eine Notbetreuung brau­chen, kön­nen sich eben­falls tele­fo­nisch bei der Bürgerhotline mel­den oder eine Mail an kita.notbetreuung@stadt-dormagen.de, bzw. schule.notbetreuung@stadt-dormagen.de schrei­ben.

Die Stadt Dormagen geht davon aus, dass die Rückerstattung von Gebühren für die Dauer der Schließung lan­des­ein­heit­lich gere­gelt wird.

Öffentliche Verkehrsmittel
Der öffent­li­che Personennahverkehr wird redu­ziert. Schulbusse fah­ren ab Mittwoch, 18. März, gar nicht mehr. Der Gesamtfahrplan wird ab Montag, 23. März, auf den Wochenendfahrplan umge­stellt, das bedeu­tet:

Der Stadtbus fährt dann im 30-​Minuten-​Takt mit den Linie WE1 und WE2 – aller­dings ab 6 Uhr mor­gens. Der Nachtexpress fährt nur noch bis 24 Uhr.

Das Kundencenter der Stadtbus GmbH ist auch bereits geschlos­sen. Tickets gibt es nur noch online oder am Automaten.

Einkaufen
Geöffnet bleibt der Einzelhandel für Lebensmittel. Auch Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Banken, Lieferdienste, Poststellen und wei­tere Einrichtungen sol­len geöff­net blei­ben.

Dies erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, außer­dem soll der Zutritt gesteu­ert und Warteschlangen ver­mie­den wer­den. Gegebenenfalls wer­den Sonntagverkaufsverbote aus­ge­setzt, um den Andrang wei­ter zu ent­zer­ren. Dienstleister und Handwerker kön­nen ihrer Tätigkeit wei­ter­hin nach­ge­hen. Auch alle Einrichtungen des Gesundheitswesens blei­ben unter Beachtung der gestie­ge­nen hygie­ni­schen Anforderungen geöff­net.

Für „Hamsterkäufe” bestehe kein Anlass: „Die Lebensmittelversorgung ist sicher­ge­stellt, des­halb müs­sen die Regale nicht leer­ge­kauft wer­den. Andere wol­len ja auch noch ein­kau­fen”, betont Lierenfeld und appel­liert an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger.

Freizeit
Alle öffent­li­chen Veranstaltungen sind unab­hän­gig vom Veranstalter bis zum 19. April unter­sagt. Das Kulturbüro der Stadt Dormagen bie­tet Ticketkäufern die Möglichkeit, ihre Karten gegen Erstattung des Kaufpreises zurück­zu­ge­ben. Weitere Informationen gibt es unter 02133 257 338 oder per E‑Mail an olaf.moll@stadt-dormagen.de.

Für den Publikumsverkehr geschlos­sen sind Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähn­li­che Einrichtungen. Darüber hin­aus wer­den Theater, Museen, Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks – hier­von ist auch der Tannenbusch betrof­fen, der ab sofort geschlos­sen ist – sowie alle wei­te­ren Anbieter von Freizeitaktivitäten (drin­nen und drau­ßen) den Betrieb ein­stel­len. Auch Sporteinrichtungen, Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder und Spielplätze in Dormagen sind von den Schließungen betrof­fen.

Restaurants wer­den spä­tes­tens um 15 Uhr geschlos­sen. Es gel­ten Auflagen, um das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus zu mini­mie­ren, etwa durch Abstandsregelung für die Tische oder eine Beschränkung der Besucherzahl. Zudem müs­sen die Gästedaten erfasst wer­den.

Übernachtungsangebote dür­fen nicht mehr zu tou­ris­ti­schen Zwecken genutzt wer­den. Besuche unter ande­rem in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sol­len beschränkt wer­den. Die Einhaltung die­ser Regelungen wird ab sofort von der Stadt kon­trol­liert.

Wirtschaft
Für die Wirtschaft geht die Umsetzung die­ser Maßnahmen mit erheb­li­chen, teils exis­tenz­ge­fähr­den­den Umsatzeinbußen ein­her. „Das ist uns bewusst. An ers­ter Stelle steht jetzt aller­dings die Gesundheit der Bevölkerung. Die Bundesregierung hat deut­lich gemacht, das für Unternehmen alles getan wird, was nötig ist, um sie zu ret­ten. Wir stim­men im Rhein-​Kreis Neuss aktu­ell wei­tere mög­li­che Maßnahmen ab”, so Lierenfeld.

Der Rhein-​Kreis Neuss hat auf sei­ner Homepage einen aktu­el­len Überblick zu Soforthilfen für Unternehmen zusam­men­ge­stellt.

Bürger-​Hotline
Alle Bürgerinnen und Bürger kön­nen sich mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten tele­fo­nisch unter 02133 257 555 an die Bürger-​Hotline der Stadt wen­den. Die Hotline ist täg­lich von 8 bis 18 Uhr besetzt. Auch Menschen, die auf­grund ihres Alters oder sons­ti­ger Gebrechen ihr Haus nicht ver­las­sen kön­nen oder Hilfe benö­ti­gen, kön­nen sich dort mel­den.

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