Kaarst: Corona-​Virus: Weitere Eingriffe notwendig

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Die heu­ti­gen Entscheidungen der NRW-​Landesregierung zur Eindämmung der Corona-​Pandemie haben die bereits ges­tern kom­mu­ni­zier­ten Maßnahmen und Regelungen noch ein­mal verschärft. 

Sie fin­den die für Kaarst rele­van­ten Änderungen gefet­tet in den jewei­li­gen Rubriken. Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus hat sich heute auch per Video an die Kaarster Bürger gewandt und um Disziplin bei der Einhaltung der Maßnahmen gebeten:

Ich appel­liere an die Kaarsterinnen und Kaarster: Bleiben Sie zu Hause, beschrän­ken Sie die sozia­len Kontakte auf ein Minimum. Alle Entscheidungen wer­den ihre Wirkung ver­feh­len, wenn die Bürger ein­fach wei­ter­le­ben wie bis­her. Es besteht kein Grund zur Panik, kein Grund für Hamsterkäufe und unüber­legte Aktionen. Die Lebensmittelversorgung ist gesi­chert. Aber es ist zwin­gend, dass wir alle gemein­sam die kom­men­den Wochen nut­zen, um die Infektionsraten zu sen­ken. Dies gelingt uns nur dann, wenn wir im wahrs­ten Wortsinn Abstand zuein­an­der halten.“

Freizeit/​Sport:
Alle Bars, Kneipen, Museen, Fitness- Studios, Schwimmbäder und Saunen, sons­tige Sport- und Freizeiteinrichtungen, Spielhallen, Wettbüros und Prostitutionsbetriebe wer­den bis auf wei­te­res geschlos­sen. Auch die Kaarster Spiel- und Bolzplätze wer­den geschlos­sen. Das Ordnungsamt wird in den nächs­ten Tagen die Einhaltung der Sperrung über­prü­fen. „Wir haben fest­ge­stellt, dass ins­be­son­dere Familien die Schließung der Kitas und Schulen durch einen Besuch der Spielplätze kom­pen­sie­ren. Damit wird die Kontaktkette aber wie­der­be­lebt, die wir eigent­lich drin­gen kap­pen müs­sen“, sagt Nienhaus.

Restaurants schlie­ßen bereits um 15 Uhr. Hotels dür­fen keine Touristen als Übernachtungsgäste beherbergen.

Einkaufsmöglichkeiten:
Folgenden Geschäften ist bis wei­te­res auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestat­tet (dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag): Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten sowie Apotheken, außer­dem Geschäften des Großhandels. 

Sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes müs­sen die erfor­der­li­chen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen tref­fen. Teilweise haben die Kaarster Händler heute schon mit einer Schließung ihrer Geschäfte reagiert. Auch Ikea hat sein Einrichtungshaus geschlossen.

Rathaus/​Verwaltung:
Das Rathaus wird ab dem 17. März 2020 vor­erst für den Publikumsverkehr geschlos­sen. In drin­gen­den Fällen kön­nen die Kaarster Bürgerinnen und Bürger unter 02131 9870 oder info@kaarst.de einen Terminwunsch hin­ter­le­gen. Die zustän­di­gen Fachbereiche wer­den nach Dringlichkeit ent­spre­chende Termine ver­ge­ben. Die tele­fo­ni­sche Terminanmeldung ist von mon­tags bis don­ners­tags von 8.30 bis 17 Uhr und frei­tags von 8.30 Uhr bis 13 Uhr möglich.

Politik:
Alle Sitzungen der poli­ti­schen Gremien und Arbeitskreise wer­den bis zum Ende der Osterferien aus­ge­setzt. Die Sprechstunden der Bürgermeisterin und der stell­ver­tre­ten­den Bürgermeister fal­len eben­falls im genann­ten Zeitraum aus. Die stellv. Bürgermeister wer­den keine Termine mehr wahr­neh­men. Dazu zäh­len auch die Alters- und Ehejubiläen.

Schulen:
Alle Schulen sind bis zum Ende der Osterferien geschlos­sen. Eine Notbetreuung für Kinder der Klassen 1 bis 6 wird nur für Kinder von Eltern in soge­nann­ten Schlüsselpositionen gewähr­leis­tet. Infos zur die­ser Regelung gibt es auf www​.kaarst​.de. Auch die Angebote der VHS, der Musikschulen und in sons­ti­gen öffent­li­chen und pri­va­ten Einrichtungen pau­sie­ren bis Ende der Osterferien.

Kitas/​Kindertagespflege:
Die Kitas und die Einrichtungen der Kindertagespflege sind bis zum Ende der Osterferien geschlos­sen. Eine Notbetreuung wird nur für Kinder von Eltern in soge­nann­ten Schlüsselpositionen gewähr­leis­tet. Infos zur die­ser Regelung gibt es auf www​.kaarst​.de.

Veranstaltungen:
Alle öffent­li­chen Veranstaltungen sind unab­hän­gig vom Veranstalter vor­erst unter­sagt. Davon betrof­fen sind u.a. das Kabarettprogramm, das Kino, Ausstellungen und Theaterfahrten. Für Karteninhaber gibt es Informationen auf www​.kaarst​.de.

Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeeinrichtungen: 
Die Einrichtungen set­zen die Besuchsverbote und Einschränkungen selbst­stän­dig durch. Grundsätzlich gilt: Maximal ist ein regis­trier­ter Besucher pro Bewohner/​Patient und pro Tag mit Schutzmaßnahmen erlaubt. Ausgenommen davon sind medi­zi­nisch oder ethisch-​sozial ange­zeigte Besuche (z.B. Kinderstationen, Palliativpatienten).

Beerdigungen:
Die Friedhofskapellen wer­den ab dem 19.03.2020 bis ein­schließ­lich 19.04.2020 geschlos­sen. Die Bestattungen (Urnen- sowie Erdbestattungen) kön­nen durch­ge­führt wer­den. Die Stadtverwaltung emp­fiehlt aller­dings, die Teilnehmerzahl der Trauergäste auf maxi­mal 10 Personen zu begren­zen. Bei der Abschiednahme an der Grabstätte sollte dar­auf geach­tet wer­den, dass ein aus­rei­chen­der Sicherheitsabstand (mind. zwei Meter) ein­ge­hal­ten wird.

Hochzeiten:
Die bereits ter­mi­nier­ten Trauungen im Standesamt fin­den wie geplant statt. Allerdings wird die Hochzeitsgesellschaft inklu­sive Standesbeamten auf 10 Personen beschränkt. Termine für die Anmeldung von Trauungen kön­nen über die all­ge­meine Terminvergabe (siehe Rathaus/​Verwaltung) ver­ge­ben werden.

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