Umgang mit dem Corona-​Virus an Schulen – Fünfte SchulMail

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW: Mit die­ser fünf­ten SchulMail erhal­ten Sie wei­tere Informationen zum Umgang mit dem Corona-​Virus im Schulbereich.

I. Notbetreuung ab Mittwoch, 18.03.2020
Mit der SchulMail Nr. 4 vom 13.03.2020 wur­den Sie bereits infor­miert, dass die Schulen zur Entlastung des Personals in kri­ti­schen Infrastrukturen (z.B. Krankenhäusern) ab Mittwoch, 18.03.2020, eine Notbetreuung ins­be­son­dere für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 vor­hal­ten müssen.

1. Organisation und Räumlichkeiten der Notbetreuung
Jede Schule orga­ni­siert diese Notbetreuung für die eige­nen Schülerinnen und Schüler. Damit sind alle Schulen mit ent­spre­chen­den Jahrgangsstufen für die­ses Betreuungsangebot offen zu halten.

Aus Gründen des Infektionsschutzes sind diese Betreuungsgruppen grund­sätz­lich im bis­he­ri­gen Klassenverband zu bil­den. Ausnahmsweise kann die Betreuung auch jahr­gangs­be­zo­gen erfol­gen. Die ein­zelne Betreuungsgruppe sollte nur in Ausnahmefällen mehr als fünf Kinder umfassen.

Durch die all­ge­meine Weisung des MAGS (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales) vom 13.03.2020 sind die Schulräume für eine sol­che Notbetreuung wei­ter­hin geöffnet.

2. Schülerinnen und Schüler, die die­ses Angebot in Anspruch neh­men können
Die Angebote der Notbetreuung an Schulen gel­ten ins­be­son­dere für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 6, deren Eltern (Erziehungsberechtigte) beide beruf­lich im Bereich von kri­ti­schen Infrastrukturen tätig sind. Im Fall von Alleinerziehenden muss eben­falls eine beruf­li­che Tätigkeit im Bereich von kri­ti­schen Infrastrukturen vorliegen.

Als kri­ti­sche Infrastrukturen gel­ten die in einer Leitlinie des MAGS genann­ten Bereiche, über die Sie zeit­nah infor­miert wer­den. Darüber hin­aus bedarf es einer schrift­li­chen Bestätigung des jewei­li­gen Arbeitgebers gemäß die­ser Leitlinie (siehe Anlage).

Kinder kön­nen die Angebote nur wahr­neh­men, wenn sie bezüg­lich des Corona-​Virus nicht erkrankt oder erkran­kungs­ver­däch­tig sind. Insbesondere dür­fen Kinder, die von der ört­li­chen Ordnungsbehörde oder dem Gesundheitsamt unter häus­li­che Quarantäne gestellt wor­den sind, die Schule auf kei­nen Fall betre­ten und kön­nen daher an dem Angebot – min­des­tens vor­über­ge­hend – nicht teilnehmen.

3. Zeitlicher Umfang der Notbetreuung
Die Notbetreuung an den Schulen erstreckt sich auf den Zeitraum des Schulbetriebes, wie die­ser an der jewei­li­gen Schule statt­fin­den würden.

Dies schließt sowohl die päd­ago­gi­sche Übermittagsbetreuung wie Angebote des offe­nen und gebun­de­nen Ganztags ein.

4. Aufgaben von Schulleitungen und Lehrkräften bei der Notbetreuung
Die Einteilung der Betreuungsgruppen sowie der betreu­en­den Lehrkräfte obliegt der Schulleitung.

Bei der Einteilung der Lehrkräfte hat die Schulleitung zu beach­ten, dass Lehrkräfte, die 60 Jahre und älter sind oder aber in Bezug auf das Corona-​Virus ein erhöh­tes Risiko (z.B. rele­vante Vorerkrankungen) haben, nicht für die Notbetreuung ein­ge­setzt wer­den. Schwangere und Lehrerinnen, die sich nach der Entbindung noch im Mutterschutz befin­den, dür­fen gleich­falls nicht zur Betreuung her­an­ge­zo­gen werden.

5. Geltung für freie Schulen
Die Ersatz- und aner­kann­ten Ergänzungsschulen wer­den drin­gend gebe­ten, eine Notbetreuung im Sinne die­ser SchulMail ein­zu­rich­ten sowie die wei­te­ren Hinweise und Informationen die­ser SchulMail zu beachten.

II. Lernangebote für die Zeit des Unterrichtsausfalls
Auch wenn aktu­ell kein Unterricht statt­fin­det, sol­len die Schulen das Lernen der Schülerinnen und Schüler zunächst bis zu den Osterferien wei­ter ermög­li­chen. Lehrerinnen und Lehrer stel­len hierzu Lernaufgaben bereit. Die Lernaufgaben sol­len so kon­zi­piert wer­den, dass sie das Lernen der Schülerinnen und Schüler z.B. in Form von Projekten, fach­über­grei­fen­den Vorhaben oder Vorbereitungen von Präsentationen unter­stüt­zen und an den Unterricht anknüpfen.

Die Schulleitungen stel­len sicher, dass die Schülerinnen und Schüler wis­sen, wel­che Aufgaben in häus­li­cher Arbeit zu erle­di­gen sind. Die Eltern sind in geeig­ne­ter Form zu informieren.

Klarstellend sei dar­auf hin­ge­wie­sen, dass mit dem Angebot nicht die Erwartung ver­bun­den wird, der Stundenplan werde in die häus­li­che Arbeit der Schülerinnen und Schüler ver­la­gert. Es gilt für alle Beteiligten (Lehrkräfte und Eltern), Augenmaß zu bewahren.

III. Schriftliche Leistungsnachweise
Für den Fall, dass die not­wen­di­gen Leistungsnachweise für die Zulassung zur Abiturprüfung noch nicht voll­stän­dig erbracht wer­den konn­ten, schrei­ben Schülerinnen und Schüler die aus­ste­hen­den Vorabiturklausuren nach den Osterferien. Auf diese Weise kön­nen sie mit einer Sitzung des zen­tra­len Abiturausschusses spä­tes­tens bis zum 5. Mai 2020 recht­zei­tig zu den ab dem 7. Mai ange­setz­ten Nachschreibeterminen, die in den jewei­li­gen Runderlassen fest­ge­legt sind, zur Abiturprüfung zuge­las­sen werden.

Ansonsten fin­den auch sons­tige schrift­li­che Leistungsüberprüfungen bis zum Ende der Osterferien nicht statt.

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