Ausbreitung des Corona-​Virus ver­lang­sa­men – Maßnahmenkatalog der Stadt Grevenbroich

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Um die Ausbreitung des Corona-​Virus zu ver­lang­sa­men, hat die Stadt Grevenbroich in den letz­ten Tagen zahl­rei­che Maßnahmen in die Wege geleitet. 

Die Liste wird fort­lau­fend aktua­li­siert und ergänzt. Bürgermeister Klaus Krützen erklärt hierzu: „Das Schutzbedürfnis der Bevölkerung gegen die wei­tere Ausbreitung des Corona-​Virus hat für uns höchste Priorität. Ausdrücklich geht es mir nicht um Panikmache, und ich warne auch vor Panik.

Wir alle soll­ten uns aber bewusst sein, dass wir durch unser eige­nes Verhalten sehr viel dazu bei­tra­gen kön­nen, dass sich die Situation nicht wei­ter ver­schlim­mert. Hierzu gehört die Beachtung der bekann­ten Hygieneempfehlungen, aber auch die Vermeidung unnö­ti­ger Kontakte und Reisen. Das erfor­dert Veränderungen gegen­über unse­rem nor­ma­len Alltag.

Uns allen muss aber bewusst sein, dass dies im Interesse der Bevölkerung ins­ge­samt und ins­be­son­dere im Interesse der beson­ders schutz­wür­di­gen Mitbürgerinnen und Mitbürger geschieht, die durch eine Erkrankung beson­ders gefähr­det wären. Die Stadt Grevenbroich hat viel­fäl­tige Maßnahmen zum Umgang mit der aktu­el­len Situation ergriffen.

Wir stim­men uns hier­bei eng mit dem Kreis und den ande­ren kreis­an­ge­hö­ri­gen Kommunen und wei­te­ren Behörden ab, um zu einer ein­heit­li­chen Vorgehensweise zu kom­men. Die Situation ent­wi­ckelt sich sehr schnell wei­ter. Ich bitte Sie des­halb auch, sich immer aktu­ell zu infor­mie­ren, bei­spiels­weise auf der Homepage der Stadt oder des Kreises und ins­be­son­dere auch über die loka­len Medien.

Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis, Ihre Kooperation und Ihr umsich­ti­ges Verhalten.“

Übersicht der bereits ergrif­fe­nen Maßnahmen:

Die Stadt Grevenbroich rich­tet für alle Fragen rund um das Thema Corona ab Dienstag, den 17.03.2020 eine Hotline ein, die täg­lich von 8 bis 18 Uhr besetzt ist. Bereits ab Montag, den 16.03.2020, sind für Fragen zu den Bereichen Kindertagesstätten/​Kindertagespflege unter der Nummer 02181/608–333 und für den Bereich Schulen unter der Nummer 02181/​608- 9192 Hotlines eingerichtet.

Absage aller städ­ti­schen Veranstaltungen und dar­über hin­aus aller wei­te­ren öffent­li­chen Veranstaltungen unab­hän­gig von der Teilnehmerzahl bis auf wei­te­res, min­des­tens bis zum 19.04.2020 (Ende der Osterferien).

Ebenfalls abge­sagt wer­den alle Sitzungen des Stadtrates und sei­ner Ausschüsse und der sons­ti­gen Gremien bis min­des­tens 19.04.2020. Die nähere Vorgehensweise wird kurz­fris­tig mit den Fraktionen besprochen.

Die Stadt emp­fiehlt, pri­vate Veranstaltungen eben­falls nicht durch­zu­füh­ren. Bürgermeister Klaus Krützen und seine Vertreter neh­men keine reprä­sen­ta­ti­ven Termine mehr wahr.

Alle städ­ti­schen Gebäude sind ab sofort bis min­des­tens zum 19.04.2020 geschlos­sen, ein­schließ­lich der Turnhallen und Bäder. Außensportanlagen sind für den Vereinssport geschlossen.

Die Stadt emp­fiehlt, auch alle pri­va­ten bzw. ver­eins­ei­ge­nen Sportanlagen und Bäder zu schließen.

Das Schlossbad bleibt ab dem 16.03.2020 geschlossen.

Die städ­ti­schen Kultureinrichtungen Stadtbücherei, Museum Villa Erckens, VHS und Jugendkunstschule sind ab dem 16.03.2020 bis min­des­tens zum 19.04.2020 geschlos­sen. Kurse wer­den aus­ge­setzt. Die Ausleihfristen der Bücherei wer­den auto­ma­tisch bis zur Wiedereröffnung verlängert.

Die Verwaltung wird für den Publikumsverkehr ab dem 17.03.2020 bis min­des­tens zum 19.04.2020 geschlos­sen. Unbedingt not­wen­dige Behördengänge sind nur nach tele­fo­ni­scher Terminvereinbarung mög­lich. Hiervon betrof­fen sind bei­spiels­weise auch die im Rahmen der Bürgersprechstunde beim Bürgermeister ver­ein­bar­ten Termine, die nach Möglichkeit tele­fo­nisch durch­ge­führt werden.

Einrichtung eines zen­tra­len Corona-​Test-​Zentrums ab dem 19.03.2020 in Kooperation mit den nie­der­ge­las­se­nen Ärzten und dem Rhein-​Kreis Neuss

Für die Kinder der gemäß dem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit genann­ten Personengruppen („unent­behr­li­che Schlüsselpersonen“) wer­den Notbetreuungen im Bereich der Kindertagesstätten und der Schulen (Klassen 1 bis 6) ein­ge­rich­tet. Diese neh­men am 18.03.2020 den Betrieb auf. Unentbehrliche Schlüsselpersonen sind Angehörige von Berufsgruppen, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffent­li­chen Sicherheit und Ordnung sowie der medi­zi­ni­schen und pfle­ge­ri­schen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zen­tra­ler Funktionen des öffent­li­chen Lebens dient. Dies sind ins­be­son­dere alle Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, der öffent­li­chen Sicherheit und Ordnung ein­schließ­lich der nicht­po­li­zei­li­chen Gefahrenabwehr, […] dienen.

Für den Bereich der städ­ti­schen KiTas gilt hierbei:

Eltern, die gemäß Erlass unent­behr­li­che Schlüsselpersonen sind, haben am Dienstag eine Betreuungsmöglichkeit in ihren Stammhäusern. Die Schlüsselpersonen sind gehal­ten, spä­tes­tens ab Dienstag eine Unentbehrlichkeitsbescheinigung des Arbeitgebers in ihrer KiTa vor­zu­le­gen. Ab Mittwoch, 18.03.2020, erfolgt dann die Betreuung in 4 noch zu bestim­men­den Notfall-​KiTas. Das Formular der Unentbehrlichkeitsbescheinigung wird auf der Homepage der Stadt hin­ter­legt. Sollte Bedarf für eine Notfallbetreuung vor­lie­gen, ist das Antragsformular von jedem Elternteil vorzulegen.

Für den Bereich der Kindertagespflege gilt:

Eltern, die gemäß Erlass unent­behr­li­che Schlüsselpersonen sind, haben bis Dienstagmittag, 17.03.2020, eine Unentbehrlichkeitsbescheinigung des Arbeitgebers bei den Fachberatungen der Kindertagespflege, Frau Schneider und Frau Ridder, Bahnstraße 56, im Briefkasten ein­zu­wer­fen. Sollte Bedarf für eine Notfallbetreuung vor­lie­gen, ist das Antragsformular von jedem Elternteil vorzulegen.

Die nicht städ­ti­schen KiTa-​Träger sind auf­ge­for­dert, in eige­ner Zuständigkeit einen Notdienst anzu­bie­ten. In jedem Fall muss die Unentbehrlichkeitsbescheinigung des Arbeitgebers für jedes Elternteil vor­ge­legt werden.

Ab Montag ist für den Bereich der Kindertagesstätten und der Kindertagespflege eine Hotline ein­ge­rich­tet. Diese ist zwi­schen 8 und 18 Uhr unter 02181/608–333 erreichbar.

(1.176 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)