GEW, Philologenverband und VBE zur Corona-Epidemie

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Die drei größ­ten Lehrerorganisationen in NRWGEW, Philologen-​Verband NW und VBE – erwar­ten von Ministerien, Gesundheitsbehörden und Schulträgern best­mög­li­che Unterstützung und volle Hilfestellung für die Lehrer und Schulleiter in NRW.

Die Gefahrenlage durch das Corona-​Virus muss nach Auffassung der drei Organisationen jeden Tag neu bewer­tet wer­den. Maßnahmen, die ges­tern noch nicht erfor­der­lich waren, sind womög­lich mor­gen schon zwin­gend gebo­ten. Auch Schulschließungen dür­fen kein Tabu sein.

Insbesondere Schulleitungen tra­gen in die­sen Tagen große Verantwortung und müs­sen sich auf Dienststellen und Behörden ver­las­sen kön­nen. „Unsere Schulleiter sind weder Juristen noch Virologen. Schulträger und Gesundheitsbehörden ent­schei­den, ob eine Schule geschlos­sen wer­den muss. Im Notfall dürfte die Schulleitung eine Schule schlie­ßen. Hierfür brau­chen die Schulleiter Handlungssicherheit und Beratung“, erklärte heute Maike Finnern, Vorsitzende der GEW NRW.

Derzeit müsse alles getan wer­den, um die Infektionskette zu ver­lang­sa­men. Für Lehrkräfte gel­ten grund­sätz­lich die glei­chen Verhaltensempfehlungen zum all­täg­li­chen Virenschutz wie für alle ande­ren Bürger auch. Stefan Behlau, Vorsitzender des VBE NRW, stellte klar: „Das Land NRW als Arbeitgeber muss Lehrkräfte best­mög­lich schüt­zen. Sie sor­gen sich natür­lich um ihre per­sön­li­che Gesundheit und die ihrer Familie.“

Mit Blick auf miss­ver­ständ­li­che Informationen, die das Schulministerium per Mail an die Schulen ver­sandt hat, ver­wah­ren sich die drei Vorsitzenden aus­drück­lich dage­gen, Lehrer unter Generalverdacht zu stel­len, über selbst ver­an­lasste Krankmeldungen den Notfall her­bei­zu­füh­ren und Schulschließungen zu erzwingen.

Ein Gebot der Stunde sei es zudem, die sani­tä­ren Mängel an vie­len Schulen zu behe­ben. Die Sicherung der Schulhygiene habe oberste Priorität. Die Schulträger müs­sen für Warmwasser, Desinfektionsmittel, genü­gend Seife und Einmalhandtücher sor­gen und eine regel­mä­ßige Reinigung garan­tie­ren. Hier seien auch die Gesundheitsämter gefordert.

Die drei Vorsitzenden erwar­ten von der Kultusministerkonferenz klare Entscheidungen zur Sicherstellung der Durchführung des Abiturs und der zen­tra­len Prüfungen. Sabine Mistler, Vorsitzende des Philologen-​Verbandes NW: „Unter Berücksichtigung aller Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen müs­sen die Prüfungen fair ver­lau­fen. Wir erwar­ten, dass das Schulministerium auf der Landesebene umsich­tig und trans­pa­rent han­delt und alle auf Schulebene betei­lig­ten Akteure einbezieht.“

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