Neusser Zoll zieht gefälschte Autoersatzteile aus dem Verkehr

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Robert Schilken, Herausgeber



Krefeld (ots) Bereits Ende November 2019 stoppte der Zoll in Neuss eine Warenlieferung aus der Türkei mit mut­maß­lich 2.286 gefälsch­ten Kfz-​Teilen, dar­un­ter Kraftstoff‑, Öl‑, Luft- und Pollenfilter sowie Zündkerzen. 

Avisiert war die Frachtsendung für eine mit­tel­stän­di­sche Unternehmensgruppe der Automobilbranche in Deutschland. Von den Produktfälschungen betrof­fen waren so nam­hafte Automarken wie Opel, Vauxhall, General Motors, Peugeot und Citroen.

Der Schwindel wäre fast unent­deckt geblie­ben, hät­ten die Zöllner die Anmeldung der sehr pro­fes­sio­nell her­ge­rich­te­ten Waren nicht hin­ter­fragt. Mit der Vermutung, dass hier Plagiate vor­lie­gen könn­ten, schal­te­ten sie die Markenrechteinhaber ein und baten um Veranlassung einer Analyse der zuge­sand­ten Proben.

Diese bestä­tig­ten nun­mehr auch den Fälschungsverdacht der Zöllner. Auf Antrag der geschä­dig­ten Autobauer und Markenrechteinhaber wer­den die Fälschungen jetzt zeit­nah unter zoll­amt­li­cher Überwachung der Müllverbrennungsanlage zuge­führt und vernichtet.

Der Zoll han­delt zum Schutz der Wirtschaft und Verbraucher. Eine Verwendung der Plagiate greift nicht nur in das geis­tige Eigentum der Hersteller ein und ist damit ein Hemmschuh für fai­ren Wettbewerb, son­dern gefähr­det auch die Sicherheit der Verbraucher, da die Verwendung nicht zuge­las­se­ner Kraftstoff- und Ölfilter zu Motorschäden füh­ren kann.

Die Hersteller der Originalwaren haben nun die Möglichkeit zivil­recht­lich gegen den Importeur vorzugehen.

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