Corona-​Virus: Stadt sagt Veranstaltungen ab

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Wegen der aku­ten Infektionsgefahr mit dem Coronavirus sagt die Stadt alle städ­ti­schen Veranstaltungen und alle Veranstaltungen mit städ­ti­scher Beteiligung bis ein­schließ­lich 5. April 2020 ab. 

Davon betrof­fen sind u.a. die Kabarettveranstaltungen und Theaterfahrten, die Ostermärkte, der Immobilientag, die Sportlerehrung und die Kinovorstellungen. Die Stadt sucht zudem das Gespräch mit exter­nen Veranstaltern. „Wir emp­feh­len, unse­rem Vorbild zu fol­gen und im Sinne der Gesundheit zu han­deln“, sagt Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus.

Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefal­len“, betont Bürgermeisterin Nienhaus. „Wir wis­sen, dass viele Kaarsterinnen und Kaarster bereits Karten für Veranstaltungen gekauft haben. Wir wis­sen, dass einige Veranstalter einen wirt­schaft­li­chen Schaden erlei­den. Aber aus unse­rer Sicht war diese Entscheidung alter­na­tiv­los“, sagt Nienhaus.

Das Land NRW hatte ges­tern mit einem Erlass den Kurs vor­ge­ge­ben und alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen unter­sagt. Dabei machte NRW-​Gesundheitsminister Laumann deut­lich, dass die Entscheidung über klei­nere Veranstaltungen mit einer ent­spre­chen­den Risikobewertung bei den Kommunen liegt. „Uns ist die­ses Risiko zu hoch“, sagt Nienhaus. Eine Stadtgesellschaft müsse ange­sichts der wei­ter stei­gen­den Infektionsgefahr Solidarität mit den­je­ni­gen üben, bei denen eine Erkrankung schwer­wie­gende Folgen haben könnte:

Nach allem, was wir wis­sen, ist der Coronavirus für die meis­ten von uns mit einem grip­pa­len Infekt zu ver­glei­chen. Bei eini­gen Patienten ist der Krankheitsverlauf jedoch deut­lich kom­pli­zier­ter, mit­un­ter besteht Lebensgefahr. Als Bürgermeisterin muss ich für alle Bürgerinnen und Bürger unse­rer Stadt ent­schei­den: auch für die älte­ren Menschen, für die chro­nisch Kranken und Schwachen. Und ich habe eine Verantwortung mei­nen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegen­über, die bei den Veranstaltungen am Eingang ste­hen, den Service über­neh­men oder für Ordnung sor­gen. Vielleicht wer­den wir nicht ver­hin­dern kön­nen, dass es auch in Kaarst künf­tig infi­zierte Personen geben wird. Aber wir wol­len ver­hin­dern, dass sich der Virus ein­fach und schnell ver­brei­ten kann. Deshalb haben wir heute diese Entscheidung getrof­fen und ich möchte alle betrof­fe­nen Kaarsterinnen und Kaarster um Verständnis bitten.“

Für die Inhaber von Kabarettkarten gilt fol­gen­der Hinweis: Der Kaufpreis der Einzelkarten, die online über das Portal Reservix /​AD Ticket gekauft wur­den, wird auch über die­ses Portal zurück­er­stat­tet. Für alle wei­te­ren Karten (Abo‑, Abo-​Zusatzkarte, ermä­ßigte Karten und direkt bei der Stadt gekaufte Einzelkarten) kann über das Kulturbüro ein Ersatztermin gebucht wer­den oder eine Rückabwicklung erfolgen.

Die Entscheidung, Veranstaltungen abzu­sa­gen, gilt zunächst bis zum Beginn der Osterferien. „Wir hof­fen, dass wir bis dahin in der Region und lan­des­weit die Infektionsrate brem­sen konn­ten und der Virus an Kraft ver­liert. Die Stadtverwaltung wird die Lage im Blick behal­ten und ange­passt ent­schei­den“, sagt Bürgermeisterin Nienhaus abschließend.

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