Antrag der Kreistagsfraktion UWG-​Freie Wähler – Nitratgehalte im Grundwasser

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Kreistagsfraktion UWG-​Freie Wähler Rhein-​Kreis Neuss /​Die Aktive hat in einem Schreiben an Landrat Petrauschke gefor­dert, in der nächs­ten Sitzung des Kreisausschusses, die aktu­el­len Nitratgehalte im Grundwasser aller bekann­ten Messstellen im Kreisgebiet vorzulegen.

Der Antrag: Der Kreisausschuss des RKN beauf­tragt die Verwaltung des Rhein-​Kreis Neuss zeit­nah Informationen über die aktu­el­len Nitratgehalte im Grundwasser aller bekann­ten Messstellen im obe­ren Grundwasserstock u.a. auch dem Planungs- und Umweltausschuss vorzulegen.

Diese Informationen soll­ten in zwei Gruppen auf­ge­teilt sein: 1. Messstellen im Einzugsgebiet der Trinkwasserwerke 2. Alle übri­gen Messstellen im Kreisgebiet mit Nitratmessungen

Begründung: Wegen über­höh­ter Nitratgehalte im Grundwasser steht die Bundesrepublik Deutschland als ein­zi­ges Land in der EU z. Zt. In der Pflicht, eine ver­schärfte Düngeverordnung zu erlas­sen. Bei nicht aus­rei­chen­der Einschränkung dro­hen Strafgelder bis zu 800.000 € täglich.

Die Landwirtschaft ist ver­ständ­li­cher­weise mit den geplan­ten Maßnahmen nicht ein­ver­stan­den und pro­tes­tiert mit einer Vielzahl von Aktionen. Leider ist die aktu­elle Nitratsituation im Rhein-​Kreis Neuss weit­ge­hend unbe­kannt. Die Trinkwasserversorgung im Kreisgebiet beruht fast voll­stän­dig auf den ört­li­chen Grundwasservorkommen.

Etwa 30% der Kreisfläche dürf­ten im Einzugsgebiet von Trinkwasserwerken lie­gen. Seit über 20 Jahren bestehen zwi­schen den Wasserwerken und den ansäs­si­gen Landwirten Kooperationsverträge. Zweck die­ser Verträge ist über Beratung und gezielte Subventionen eine Überdüngung und damit über­höhte Nitratgehalte im Grundwasser zu ver­mei­den. Wie erfolg­reich und wie kost­spie­lig diese Maßnahmen bis­her waren ist lei­der bis­her unbekannt.

Zumindest der Planungs- und Umweltausschuss müsste infor­miert sein, schließ­lich geht es um die Grundlage unse­res Trinkwassers. Maßnahmen ohne Kontrolle sind sinnlos.

Über die Nitratwerte im Grundwasser außer­halb der Trinkwasserschutzgebiete kön­nen nur Vermutungen ange­stellt wer­den, da aktu­elle Messwerte nicht vor­lie­gen. Der Großteil aller land­wirt­schaft­li­chen Flächen wird acker­bau­lich genutzt. Der ein­zige Betrieb mit nen­nens­wer­ter Massentierhaltung im Kreisgebiet ist ohne Gülleprobleme.

Der Kreisausschuss muss in der auf­ge­heiz­ten Situation der letz­ten Monate die Nitratgehalte im Grundwasser des Kreisgebietes ken­nen. Bereits am 21. Februar 2019 erhielt die Verwaltung im Planungs- und Umweltausschuss den Auftrag alle aktu­el­len Nitratwerte von Grundwassermessstellen vor­zu­le­gen. Bis jetzt ist die­ser Auftrag nicht erfüllt.

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