Weiter eine bestä­tigte Infektion und 72 Coronavirus-Verdachtsfälle

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Im Rhein-​Kreis Neuss gibt es bis­lang nur die eine am 3. März bestä­tigte Infektion mit dem Coronavirus. 

72 Personen wur­den im Kreisgebiet auf­grund eines Kontaktes mit einem mit dem Virus infi­zier­ten Patienten durch die Städte auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes in Quarantäne gesetzt. Hiervon woh­nen 25 Personen in Grevenbroich, 20 in Neuss, 9 in Meerbusch, 8 in Kaarst, 4 in Dormagen, 3 in Jüchen, 2 in Korschenbroich und eine in Rommerskirchen.

Die ges­tern durch die Stadt Neuss auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes geschlos­sene Großtagespflege Villa Bambini in Neuss-​Allerheiligen bleibt bis zum 8. März geschlossen.

Den betrof­fe­nen Kindern und Erziehern emp­fiehlt das Kreis-​Gesundheitsamt eine gute Handhygiene sowie eine Kontaktreduktion. So soll zum Beispiel auf den Besuch von Veranstaltungen oder die Teilnahme an Sportgruppen oder ande­ren Aktivitäten ver­zich­tet wer­den. Es ist dabei nicht not­wen­dig sich nur in der häus­li­chen Umgebung aufzuhalten.

Für wich­tige Fragen hat das Kreis-​Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/​601‑7777 eine auch am Wochenende besetzte Hotline ein­ge­rich­tet. Diese ist mon­tags – frei­tags von 8 – 18 Uhr sowie sams­tags und sonn­tags von 9 – 18 Uhr erreich­bar. Aktuelle Informationen fin­den sich auf der Kreis-​Homepage unter www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​c​o​r​ona.

Das Robert-​Koch-​Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als mäßig ein. Für die meis­ten jun­gen Menschen oder Menschen im mitt­le­ren Alter ist das Virus laut Gesundheitsexperten nicht lebens­ge­fähr­lich, wenn sie grund­sätz­lich gesund sind. Corona-​Viren ver­ur­sa­chen häu­fig eher eine milde Erkältungssymptomatik mit Fieber und Husten, kön­nen aber auch zu schwe­ren Infektionen der unte­ren Atemwege (Lungenentzündungen) und Atemnot füh­ren. Diese Symptome könn­ten aller­dings auch durch die Grippe aus­ge­löst wer­den. Bei den bis­her gut doku­men­tier­ten Fällen aller­dings weiß man: Gefährlich ist das Coronavirus für ältere Menschen und die mit Vorerkrankungen. Es gibt (bis­her) kaum schwere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen, und Männer sind ein wenig stär­ker betrof­fen als Frauen.

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