Aufmerksamer Bankangestellter ver­hin­dert Enkeltrickbetrug

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch-​Büderich (ots) Am Dienstag (03.03.) ver­such­ten Unbekannte in Meerbusch eine Seniorin um ihr Erspartes zu brin­gen. Glücklicherweise ver­hin­derte das umsich­tige Handeln des Mitarbeiters eines Geldinstitutes Schlimmeres.

Eine über 80-​jährige Meerbuscherin erhielt am Nachmittag einen Telefonanruf. Die männ­li­che Stimme am ande­ren Ende der Leitung gab sich über­zeu­gend als „Enkel” aus. Er schil­derte eine finan­zi­elle Notlage und gab vor, mög­lichst schnell meh­rere tau­send Euro für die Abwicklung eines Verkehrsunfalls zu benötigen.

Als die Seniorin bei ihrem Geldinstitut den ent­spre­chen­den Betrag abge­ho­ben hatte, wurde der Mitarbeiter hell­hö­rig. Als dann im wei­te­ren Gespräch noch das Wort „Enkel” aus dem Mund der Seniorin fiel, schwante dem Angestellten nichts Gutes. Die Seniorin ließ sich zunächst jedoch nicht über­zeu­gen, dass sie von Betrügern kon­tak­tiert wor­den war.

Das Geldinstitut infor­mierte rich­ti­ger­weise die Polizei, die die Seniorin auf­suchte und sich mit dem wah­ren Familienangehörigen der über 80-​Jährigen in Verbindung setzte. Dabei stellte sich dann her­aus, dass es sich bei dem Anrufer offen­sicht­lich um einen soge­nann­ten „Enkeltrickbetrüger” han­delte. Die ent­schlos­sene Maßnahme des Geldinstitutes bewahrte die Kundin vor einem erheb­li­chen finan­zi­el­len Verlust.

Die Kripo hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men. Bislang lie­gen keine Hinweise zur Identität der Betrüger vor. Zu einer Geldübergabe ist es im vor­lie­gen­den Fall nicht gekommen.

Obwohl die Täter immer öfter auf auf­ge­klärte Bürgerinnen und Bürger tref­fen, ver­zeich­net die Polizei wei­ter­hin Betrugsversuche die­ser Art. Deshalb ist es wich­tig, auch zukünf­tig miss­trau­isch zu sein, wenn ein ver­meint­li­cher Verwandter am Telefon um Geld bit­tet. Allenfalls ein Rückruf über eine ver­traute, (das heißt alt­be­kannte) Nummer kann Sicherheit dar­über ver­schaf­fen, ob es sich bei dem Anrufer tat­säch­lich um ein Familienmitglied handelt.

Den Trickbetrügern kann nur wirk­sam begeg­net wer­den, wenn poten­ti­elle Opfer die „Masche” ken­nen und wis­sen, wie sie sich im Fall eines sol­chen Anrufes ver­hal­ten sol­len. Es ist ent­schei­dend, nicht auf die Forderungen ein­zu­ge­hen und unmit­tel­bar im Anschluss an das Gespräch die Polizei zu verständigen.

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