Erster Coronavirus-​Fall im Rhein-​Kreis Neuss

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Bei einem 49-​jährigen Mann aus Neuss-​Norf ist am Abend des 3. März eine Infektion mit dem Coronavirus bestä­tigt worden. 

Bislang zeigt er nur leichte Erkältungssymptome. Er wurde gemein­sam mit sei­ner Ehefrau und den bei­den Kindern durch die Stadt Neuss auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes bis zum 17. März unter Quarantäne gestellt.

Ein Kind der Familie besucht die Kindertagesstätte Lessingplatz, eines die St. Andreas-​Grundschule in Neuss-​Norf. Die Kindertagesstätte sowie die Grundschule wur­den durch die Stadt Neuss auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes bis zum 17. März geschlos­sen. Den betrof­fe­nen Kindern, Lehrern und Erziehern sowie wei­te­ren Kontaktpersonen der Familie wurde auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes eine Kontaktreduktion empfohlen.

Der Mann ist dem Kreis-​Gesundheitsamt am 3. März als Verdachtsfall gemel­det wor­den, da er Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infi­zier­ten Kollegen aus Heinsberg an der Arbeitsstätte in Köln hatte. Er wurde nach Bekanntwerden des Kontaktes umge­hend unter Quarantäne gestellt.

Es besteht für die Menschen im Rhein-​Kreis Neuss wei­ter kein Grund zur Angst. Für gesunde Menschen ist eine Infektion in der Regel nicht gefähr­lich und hat einen ähn­li­chen Verlauf wie eine Grippe“, ord­net Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke ein. „Das gut struk­tu­rierte und ruhige Handeln aller Beteiligten hat gezeigt, dass wir gut vor­be­rei­tet sind“, so der Landrat.

Petrauschke rät aber zur Vorsicht: „Der wirk­samste Schutz ist wei­ter eine gute Handhygiene, also häu­fi­ges und gründ­li­ches Händewaschen. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus steigt in der Regel erst bei einem min­des­tens 15-​minütigen Kontakt mit einem Abstand von weni­ger als 2 Metern an.“

Insgesamt sind aktu­ell 34 Personen im Kreisgebiet auf­grund eines Kontaktes mit einem mit dem Virus infi­zier­ten Patienten durch die Städte auf Empfehlung des Kreis-​Gesundheitsamtes in Quarantäne gesetzt. Hiervon woh­nen 10 Personen in Neuss, 9 Personen in Grevenbroich, 7 in Kaarst, 6 in Meerbusch und je eine in Jüchen und Korschenbroich.

Alle durch das Kreis-​Gesundheitsamt emp­foh­le­nen Maßnahmen rich­ten sich nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes.

Das Robert-​Koch-​Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als mäßig ein. Für die meis­ten jun­gen Menschen oder Menschen im mitt­le­ren Alter ist das Virus laut Gesundheitsexperten nicht lebens­ge­fähr­lich, wenn sie grund­sätz­lich gesund sind. Corona-​Viren ver­ur­sa­chen häu­fig eher eine milde Erkältungssymptomatik mit Fieber und Husten, kön­nen aber auch zu schwe­ren Infektionen der unte­ren Atemwege (Lungenentzündungen) und Atemnot führen.

Diese Symptome könn­ten aller­dings auch durch die Grippe aus­ge­löst wer­den. Bei den bis­her gut doku­men­tier­ten Fällen aller­dings weiß man: Gefährlich ist das Coronavirus für ältere Menschen und die mit Vorerkrankungen. Es gibt (bis­her) kaum schwere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen, und Männer sind ein wenig stär­ker betrof­fen als Frauen.

Umfangreiche Informationen zum Coronavirus fin­den sich auf der Homepage des Robert-​Koch-​Institutes: https://​www​.rki​.de/​S​h​a​r​e​d​D​o​c​s​/​F​A​Q​/​N​C​O​V​2​0​1​9​/​F​A​Q​_​L​i​s​t​e​.​h​tml.

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